Trainer ist ehrlich: „Die Schiris pfeifen so, wie wir spielen“
Es fiel auf im Kärntner Fußball-Unterhaus: Am gleichen Platz: Villacher vom Fass, Gösser aus der Flasche. Ex-Teamspieler debütierte in der 1. Klasse, der Ottowitz mit sechs „I“ und ein Heimsieg dank gesegnetem Ball.

Es fiel auf, dass ...
... St.-Georgen/Längsee-Stiftspfarrer Christian Stromberger zum Matchsponsor der Partie Launsdorf gegen Köttmannsdorf wurde. Stimmen die Aussagen der Kiebitze, hat der Dechant den Ball auch gesegnet. Launsdorf siegte 3:1, was Obmann Erich Erlacher freute: „Ich hoffe, er macht das jetzt öfters.“
... der Schlager der Unterliga Ost zwischen Globasnitz und St. Leonhard 4:4 endete. Im Blickpunkt: das Duell der historisch erfolgreichsten Torjäger Arnold Gross (Globasnitz, 548 Karrieretore) und Marcel Stoni (St. Leonhard, 526 Treffer). Gross traf diesmal doppelt, Stoni gleich dreifach.
... Bad Kleinkirchheim (UL West) in Arnoldstein 2:3 verlor. Fabian Trausnitz sah binnen zehn Minuten wegen Kritik Gelb-Rot. „Beim zweiten Mal lag ein Spieler mit einer Kopfverletzung am Boden. Fabian forderte den Schiri nur auf abzupfeifen“, erzählt Trainer Alexander Ertl und legt trocken nach: „Die Schiris pfeifen so, wie wir spielen.“ Die Kleinkirchheimer sind eine regelrechte Familienbande. „Wir haben vier Brüderpaare: „Fabian und und Marcel Trausnitz, Felix und Mario Trattler, Tobias und Noah Trattler sowie Daniel und Lukas Aufegger.“ Hinzu kommt noch das Vater-Sohn-Gespann, Co-Trainer Rodrigo und Spieler Luciano Dos Santos. Ertl schmunzelt: „Sie haben bei uns jetzt die Payers und Hintereggers abgelöst.“
... sich beim Spiel Malta gegen Nötsch (UL West) auf der Tribüne die „Ottowiiiiiitz Ultras“ einfanden. Dabei handelt es sich um eine Fangruppe rund um einen Spieler der Gäste, dessen Name eigentlich nur mit einem „i“ geschrieben wird. Die Anhänger machten sich den Namen auf ihren Fanshirts mit sechs „i“ zu eigen.
... sich Sittersdorf und Eisenkappel in der Unterliga Ost ein Derby-Spektakel lieferten. Beim 4:6 fielen neun der zehn Treffer nach der Pause, fünf davon in den letzten 20 Minuten. Eisenkappel-Coach Christopher Kucher traf auf Vorgänger Bernhard Starz und schnaufte durch: „Sittersdorf hat uns mit zehn Mann alles abverlangt!“
... Moosburg (Unterliga Mitte) gegen Maria Gail einen Sieg für die Geschichtsbücher feierte. Die bedauernswerte Truppe von Neven Ilic musste bereits in der ersten Hälfte zwei Leistungsträger wechseln, schlitterte in ein 1:12-Debakel. Moosburg-Obmann Marco Feichter freut sich über „den höchsten Sieg ever in der Unterliga“.
... die Anlage in Baldramsdorf einen sehr speziellen Namen hat: In der „Geiler Hubert Arena“ trafen die Hausherren auf den FC Mölltal. Beide Teams liefen in dunklem Blau beziehungsweise Schwarz und mit gelben Dressenelementen auf, was beim Schiri bei der einen oder anderen Entscheidung zur Verwechslung führte. Für die Zuschauer gab es dafür eine erfreuliche Auswahl beim Bier: Villacher wurde offen ausgeschenkt, Gösser war zusätzlich in der Flasche erhältlich.
... Askö Irschen (1. Klasse West) endlich wieder jubeln durfte. Die Drautaler zwangen Nußdorf 1b mit 3:2 in die Knie. Es war der erste Sieg seit März (2:1 gegen Greifenburg) und erst der zweite seit März 2025. „Ein lang ersehnter Sieg“, freute sich Trainer David Schett. „Die Burschen haben hart dafür gearbeitet, es sich wirklich verdient. Jetzt soll bald der nächste folgen.“
... beim ASK (1. Klasse Ost) der ehemalige bosnische Teamkicker Senijad Ibricic (und Kumpel von Weltstar Edin Dzeko) debütierte. Mit dem 40-Jährigen gab‘s gegen St. Margarethen/Lav. ein 4:3. Ibricic traf per Elfmeter, sah kurz davor Gelb wegen Kritik.
... das Visier von Metnitztal (2 C) gut justiert ist: 11 Treffer in drei Spielen. Allerdings stehen 10 Gegentore zu Buche, darunter ein vogelwildes 5:5 gegen ASV 1b zum Saisonauftakt. Dieses Wochenende gelang der Elf von Mario Follack mit dem 3:2 gegen Moosburg/Sirnitz der erste volle Erfolg.
... Frantschachs Spielertrainer Martin Mayerhofer gegen Maria Rain (2.D) nur zwölf Spieler zur Verfügung hatte, er sich nach 40 Minuten beim Stand von 0:2 selbst einwechselte. Geholfen hat es am Ende nichts. Auch weil Frantschach am Ende zweimal unnötig Gelb-Rot sah, siegte Maria Rain 4:3.