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Feldbach forciert als Pionier-Stadt die Klimavorsorge

Um bis 2035 klimaneutral zu werden, setzt die Stadtgemeinde Feldbach auf ein umfassendes Maßnahmenpaket, das in allen Abteilungen als Programm und Leitlinie zur Klimavorsorge dient.

Projektleiter Peter Köhldorfer, LEA-Geschäftsführer Karl Puchas, Vizebürgermeisterin Sonja Skalnik, Stadtamtsdirektor Philipp Huemer und Bürgermeister Josef Ober
© KLZ / Helmut Steiner
Projektleiter Peter Köhldorfer, LEA-Geschäftsführer Karl Puchas, Vizebürgermeisterin Sonja Skalnik, Stadtamtsdirektor Philipp Huemer und Bürgermeister Josef Ober
Helmut Steiner
Redakteur Regionalredaktion Feldbach

Feldbach ist eine von 13 Kleinstädten in Österreich, die in einem besonderen Projekt daran arbeiten, klimaneutral zu werden und ein umfassendes Klimavorsorgemodell umzusetzen, das im Herbst 2025 im Gemeinderat beschlossen wurde. „Öffentlich-Öffentliche Partnerschaft Klimapionierstadt“ lautet der sperrige Name des über den Klima- und Energiefonds laufenden Programms (siehe Info-Box), das der Stadt nun auch in der Verwaltung weitere Möglichkeiten eröffnet, wie Bürgermeister Josef Ober und Stadtamtsdirektor Philipp Huemer erläutern. 500.000 Euro an Fördermitteln für Personal stehen zur Verfügung.

Die Bauabteilung der Stadt hat man daher umstrukturiert. Der Bereich Infrastruktur/Tiefbau besteht weiter. Herausgelöst wurden Liegenschaftsverwaltung, Klima und Energie. Dort werden Peter Köhldorfer als Projektleiter (zu 100 Prozent) und Robert Schmidt (zu 50 Prozent) für das Projekt abgestellt. Denn sie wissen genau, wie die Stadt funktioniert, wie Karl Puchas (LEA) hervorhebt, der das Klimavorsorgemodell für die Stadt entwickelt hat. Er beschreibt es als Fahrplan, um bis 2035 klimaneutral zu werden

Vom Neubau bis zur natürlichen Beschattung

Das Klimavorsorgemodell hat die vier Schwerpunkte Gebäude und Energie, Wasser, Mobilität in der Stadt sowie resiliente Stadt. Sie umfassen insgesamt 33 Maßnahmen. Das reicht vom Neubau von Gemeindegebäuden über nachhaltige Wärmeversorgung, den PV-Ausbau auf gemeindeeigenen Gebäuden, Ein- und Verkauf von Energie bis zu Rückhaltebecken, einem nachhaltigen Gemeindefuhrpark, natürlicher Beschattung und Blackout-Vorsorge.

Klimaneutrale Stadt

Insgesamt 47 Pionier-Städte aus ganz Österreich sind Teil der Mission „Klimaneutrale Stadt“.

Zehn davon sind Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern.

Von den 37 Pionier-Klein- und Mittelstädten sind 13 im Projekt „Öffentlich-Öffentliche Partnerschaft Klimapionierstadt“ dabei. In der Steiermark sind das neben Feldbach unter anderem Gleisdorf und Weiz.

Infos: https://klimaneutralestadt.at/de/initiativen/pionierstaedte/ l

Maßnahmen der Stadtgemeinde Feldbach: feldbach.gv.at/klima/klimarelevante-projekte-der-stadtgemeinde-feldbach/

Wobei parallel an allen 33 Maßnahmen gearbeitet werden soll. Es gehe darum, alle Bereiche zu durchleuchten, so Ober, und das Wissen, das Köhldorfer und Schmidt generieren, an alle Mitarbeiter weiterzugeben: „Die gesamte Verwaltung soll das Bewusstsein erlangen, was Klimaneutralität bedeutet. Alles muss unter diesem Gesichtspunkt gesehen werden. Jede Abteilung muss dem gerecht werden.“ Vizebürgermeisterin Sonja Skalnik betont, dass die Stadtgemeinde auch Vorbildfunktion hat. Sie nennt für den Bereich Mobilität Klimaticket und Fahrräder für die Mitarbeiter oder PV-Ladestationen.

Regelmäßiger Austausch mit anderen Pionier-Städten

Köhldorfer erläutert, dass es im Projekt über eine Online-Plattform monatlich zum regelmäßigen Austausch unter den 13 Städten kommt: „Was funktioniert und was nicht. Damit man Fehler vermeidet.“ Alle Protokolle werden abgespeichert und bleiben damit zugänglich.

Teilweise sind die Maßnahmen schon weit gediehen. So ist die LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtungen fast abgeschlossen. Die Umrüstung in den Gemeindegebäuden ist auch schon zu 80 Prozent erfolgt. Bei der Dämmung der obersten Geschoßdecke von Gebäuden hat man bereits 20.000 Quadratmeter isoliert. Für öffentliche Vorplätze kündigt Ober eine „grüne Welle“ an. Um all das gut im Blick zu haben, gibt es für jede Maßnahme ein Datenblatt, das Abteilungen, Personen, Ziele, Umsetzschritte, Kosten etc. beschreibt.

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