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Nach Wahnsinnsfahrt durch Graz sitzt 19-Jähriger im Gefängnis

Erst ein Unfall stoppte die waghalsige Flucht des Rumänen durch den Osten von Graz. In seinem Ford Focus wurden auch Drogen gefunden. Jetzt sucht die Polizei Zeugen und mögliche Geschädigte.

19-Jähriger flüchtete mit hoher Geschwindigkeit vor der Polizei (Sujet)
© IMAGO/Silas Stein
19-Jähriger flüchtete mit hoher Geschwindigkeit vor der Polizei (Sujet)
Wilfried Rombold
Redakteur Steiermark-Ressort

Nach einer hochriskanten Flucht vor der Polizei mit seinem Auto durch den Osten von Graz Ende Juli sitzt ein 19-jähriger Rumäne hinter Gittern. Jetzt sucht die Grazer Kriminalpolizei Personen, die von dem Rowdy hinter dem Lenkrad bei seiner Wahnsinnsfahrt gefährdet wurden. Es dürfte nicht seine erste gewesen sein.

Mit einem 17-jährigen Freund am Beifahrersitz, gestohlenen Kennzeichen auf seinem silberfarbenen Ford Focus und viel zu hoher Geschwindigkeit war der in Graz lebende Rumäne in der Nacht auf den 25. Juli am St. Peter-Gürtel in eine Polizeikontrolle geraten – wir berichteten. Anhaltezeichen der Polizisten ignorierte der Lenker, stattdessen raste er weiter in Richtung Stadtzentrum – via St.-Peter-Hauptstraße, Plüddemanngasse, Merangasse, Leonhardstraße, Maiffredygasse, Glacis, Kaiser-Josef-Platz, Mandellstraße und Elisabethstraße.

Junger Lenker wich Polizeisperre über den Gehsteig aus

Dabei missachtete der 19-Jährige zahlreiche rote Ampeln, wich auf die Gegenfahrbahn aus und überholte hochriskant. Im Bereich Maiffredygasse/Glacisstraße konnten sich mehrere Fußgänger gerade noch vor dem heranrasenden Auto in Sicherheit bringen. Wieder zurück in der Merangasse fuhr der junge Mann über den Gehsteig und wich so einer von mehreren Polizeistreifen errichtete Straßensperre aus. Kurz darauf verlor er aber die Herrschaft über sein Auto und krachte in der Plüddemanngasse gegen eine Bushaltestelle, verfehlte dabei ein Taxi nur knapp. Der 19-Jährige und sein Beifahrer (17) wurden dabei leicht verletzt.

Im Fahrzeug stellten die Polizisten Suchtmittel und eine verbotene Waffe sicher. Der Lenker wurde noch am Tatort festgenommen. Nach Abschluss der ersten Erhebungen wurde er wegen seiner zahlreichen Vergehen in die Justizanstalt Jakomini eingeliefert.

Es gab schon zuvor eine gefährliche Situation

Unterdessen ermittelt das Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos weiter gegen den 19-Jährigen. Die Beamten suchen nun Personen, die durch die Fahrweise des 19-Jährigen gefährdet wurden, ausweichen mussten oder sachdienliche Beobachtungen gemacht haben. (Zeitraum: 25. Juli, gegen 1 Uhr früh). Es dürfte nicht die erste Wahnsinnsfahrt des Rumänen gewesen sein. Auch für eine gefährliche Situation am 14. Juli (gegen 8.35 Uhr) im Bereich Göstinger Straße 53 werden Zeugen gesucht.
Hinweise an den Dauerdienst des Kriminalreferates, Tel.: 0 59 133 65 - 33333.

Flucht vor der Polizei