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Experten sollen für Kärnten Maßnahmen zum Schutz vor Hitze erarbeiten

Landeshauptmann Daniel Fellner plant Klimadialog. Dabei sollen Lösungen erarbeitet werden, um für spürbare Auswirkungen des Klimawandels besser gerüstet zu sein.

Ausgetrocknete Böden, reduzierte Maiserträge sind die Folge von Trockenheit und Hitze
© Markus Traussnig
Ausgetrocknete Böden, reduzierte Maiserträge sind die Folge von Trockenheit und Hitze

Wenn die nächste Hitzewelle im Sommer 2027 Kärnten überrollt, soll das Land auf die Herausforderungen vorbereitet sein. Mit dieser Zielvorgabe lädt Landeshauptmann Daniel Fellner Experten aus den verschiedensten Bereichen zu einem Klimadialog in die Landesregierung. Im September, spätestens Oktober will man sich treffen.

Ob Landwirtschaft, Gastronomie, Handel, Pflegeheime, Spitäler, Kindergärten, Schulen, Wasser- und Energieversorgung, Beschattungen: „Es braucht Lösungen in den unterschiedlichsten Bereichen“, so Fellner. Man wolle vorausschauend agieren und nicht tatenlos zusehen, betont er - und ist damit offensichtlich bemüht, gegenüber jenen in der Bevölkerung ein Signal zu setzen, die der Bundes- wie Landespolitik Untätigkeit vorwerfen.

LH Daniel Fellner: „Wollen nicht tatenlos zusehen“
© LPD Kärnten
LH Daniel Fellner: „Wollen nicht tatenlos zusehen“

Naheliegend, dass in Kärnten selbst nur teilweise Vorgaben gesetzt werden können. Doch Fellner will, dass Möglichkeiten breit ausgeschöpft werden, auch unter Einsatz neuer Technologien. „Seit Jahren werden Warnungen von Klimaexperten weitgehend ignoriert. Dabei wird der Klimawandel mit Extremwettersituationen noch schneller und stärker spürbar als vorhergesagt wurde. Worauf also warten wir noch?“, fragt Fellner.

Mit Landesförderungen für Hitzeschutzprojekte für Kindergärten und Schulen habe das Land bereits reagiert. Die Wasserschiene im Zentralraum zum Ausgleich für Mangelgebiete sei auf Schiene. Fellners Forderungen an den Bund für eine veränderte Ferienordnung (Kärnten will Modellregion werden) und die verpflichtende Nutzung von Flächen unter Agri-PV-Anlagen bleiben.

Vorbild Sicherheitsgipfel

Der Klimadialog hat den vom früheren Landeshauptmann Peter Kaiser installierten Sicherheitsgipfel zum Vorbild, als sich in den Jahren der Flüchtlingswelle, der Coronapandemie oder bei Unwetterkatastrophen Experten aus verschiedensten Bereichen trafen, um abgestimmt und vernetzt Maßnahmen zu treffen.

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