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Mut zum Neuanfang: Weststeirerin fand in der Pflege ihre Berufung

Mehr als 28 Jahre arbeitete Karin Hofer in der Industrie, heute ist sie Pflegeassistentin. Mit Unterstützung des AMS und zam Voitsberg gelang der Weststeirerin der erfolgreiche Berufswechsel.

Karin Hofer (r.) arbeitet nach einem erfolgreichen Jobwechsel in der Pflege
© Barbara Jöbstl/AMS Voitsberg
Karin Hofer (r.) arbeitet nach einem erfolgreichen Jobwechsel in der Pflege

Mehr als 28 Jahre arbeitete Karin Hofer in einem Industriebetrieb – als Schweißerin und später in der Qualitätskontrolle. Heute kümmert sie sich als Pflegeassistentin um ältere Menschen. Der berufliche Neuanfang zeigt, dass ein Berufswechsel auch nach vielen Jahren im selben Unternehmen möglich ist.

Der Wunsch, im Gesundheitsbereich zu arbeiten, begleitete die Weststeirerin schon lange. Doch Familie und ein sicherer Arbeitsplatz hatten zunächst Vorrang. Erst als in ihrem Betrieb Kündigungswellen einsetzten und schließlich auch sie ihren Arbeitsplatz verlor, rückte ihr ursprünglicher Berufswunsch wieder in den Mittelpunkt.

Von links: Edith Veit, Karin Hofer und Elfriede Schmiedt (alle Althea Pdl) und Barbara Jöbstl (AMS); stehend: Marianne Blümel (zam)
© Barbara Jöbstl/AMS Voitsberg
Von links: Edith Veit, Karin Hofer und Elfriede Schmiedt (alle Althea Pdl) und Barbara Jöbstl (AMS); stehend: Marianne Blümel (zam)

Praktika als Schlüssel zum Erfolg

Über das AMS Voitsberg fand Hofer den Weg zum zam Voitsberg. Dort wurde sie auf ihrem Weg in die Pflege begleitet. Mit viel Eigeninitiative organisierte sie Praktika, sicherte sich einen Ausbildungsplatz und absolvierte über die zam Pflegestiftung die Ausbildung zur Pflegeassistenz. „Die Praktika sind das Wichtigste, um herauszufinden, ob man wirklich in den Beruf passt und ob man sich im Team des Ausbildungsbetriebs wohlfühlt“, erzählt Hofer.

Es ist nie zu spät, einen neuen Weg einzuschlagen.

— Karin Hofer

Dass sie die richtige Entscheidung getroffen hatte, zeigte sich rasch. Die Ausbildung schloss sie mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Auch im Pflegeheim Althea Mooskirchen überzeugte sie von Beginn an durch ihre fachliche Kompetenz und ihren einfühlsamen Umgang mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. „In der Pflege werden Menschen mit Herzblut gebraucht – Menschen, die gerne mit älteren Personen arbeiten, ein Gespür für andere haben und echtes Interesse an ihrer Tätigkeit mitbringen“, sagt Heimleiterin Elfriede Schmiedt.

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Hofer ist fixer Bestandteil von Althea in Mooskirchen
Hofer ist fixer Bestandteil von Althea in Mooskirchen © Barbara Jöbstl/AMS Voitsberg

Hoher Stellenwert von Ausbildungsinitiativen

Seit Anfang Juli ist Karin Hofer fixer Bestandteil des Pflegeteams in Mooskirchen. Ihr Werdegang zeigt den hohen Stellenwert von Ausbildungsinitiativen wie der zam Pflegestiftung. „Die Pflegestiftung bietet Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten, eine hervorragende Chance, in einem zukunftssicheren Beruf Fuß zu fassen. Gleichzeitig profitieren die Betriebe von motivierten und gut ausgebildeten Fachkräften“, betont Barbara Jöbstl vom AMS Voitsberg.

Für Karin Hofer steht fest, dass sich der Schritt gelohnt hat. Ihr Rat an Menschen, die ebenfalls über einen beruflichen Neustart nachdenken: „Einfach durchhalten, sich Unterstützung im Umfeld holen und diese aktiv einbinden. Es ist nie zu spät, einen neuen Weg einzuschlagen. Trauen Sie sich.“

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