Hermagorer Schüler pflanzen mit 1000-Euro-Gewinn Bäume
24 Vorschulkinder gewannen mit ihrem Schützenpark-Klimaprojekt den Rotarier-Zukunftspreis. Sie brachten ihre Ideen für eine grüne Oase in der Stadt ein.

Die Auswirkungen des Klimawandels beschäftigen auch die Jüngsten. Wie könnte man der tropischen Hitze begegnen und die Wulfeniastadt mehr beschatten? Darüber zerbrachen sich Hermagors Nachwuchs-Stadtplaner ihre Köpfe und stellten den Schützenpark, die grüne Lunge der Stadt, in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen. Ihre Vorstellungen und Forderungen brachten 24 Vorschulkinder im Rahmen des seit 2025 laufenden Bürgerprojektes „KlimastadtTraum“ der „KLAR! Karnische Anpassung“ zu Papier. Unterstützt wurden sie unter anderem von den Projektbegleiterinnen Sabrina Kalser und Stephanie Klaus.
„Sie machten sich Gedanken darüber, wie diese grüne Oase zum Vorteil der Stadt klimafit und kinderorientiert gestaltet werden könnte. Sie wissen, was ein für Kinder erholsamer und spannender Ort alles aufweisen sollte“, sagt Kalser. Oft brauche es nur kleine Anpassungen, um Plätze nachhaltig zu attraktivieren.
Zukunftspreis brachte Geld ein
Mit dem Ergebnis beteiligten sich die Akteure an der Ausschreibung des Rotary-Klima und Umwelt-Award. „Die Jury der beiden Rotary-Clubs Bad Kleinkirchheim und Klagenfurt-Lakeside zeigten sich von diesem zukunftsweisenden und nachhaltigen Projekt angetan. Sie würdigten die Arbeit der Hermagorer Klimastrategen mit dem Zukunftspreis und einer namhaften Geldspende“, berichtet Klaus. In Summe wollen die Kinder 1000 Euro für Schattenbäume nutzen.
Die Planskizze der kleinen Vordenker wurde von den Klimafit-Akteuren an Bürgermeister Leopold Astner (ÖVP) übergeben. Der Gemeindechef sicherte zu, die Kinderwünsche prüfen und im Rahmen künftiger Projekte umsetzen zu wollen. „Eine wesentliche Forderung, nämlich Wasser im Park fließen zu lassen, ist mittlerweile mit der Reaktivierung des Mühlbaches bereits erfüllt“, sagt Astner.
Der erste Schattenspaziergang
Die weiteren Anliegen umfassen einen Wasser-Spielbereich, ein Trampolin, eine Schaukel, ein Spielhäuschen und eine Kletterwand sowie die Ansiedelung von Flusskrebsen und Ameisen. Auch Insektenhotels und Nistkästen sollen aufgestellt werden. Im Anschluss an die Präsentation luden die KLAR! Karnische Anpassung und die „Gesunde Gemeinde Hermagor-Pressegger See“ zum ersten städtischen Schattenspaziergang ein.
Hanni Gratzer vom Verein „GEHsund“ führte die Teilnehmer zu den kühlsten Passagen Hermagors und gab Tipps, wie man sich an heißen Tagen gesund, bewusst und klimafit durch die Stadt bewegen kann. An mehreren Stationen geben Experten verschiedene Impulse rund um die Themen Klimawandel und Gesundheit. Imker Arno Kronhofer wusste Interessantes über Bienen im Klimawandel zu erzählen.
