1305 Tonnen Müll wurden im vergangenen Jahr allein entlang Kärntens Autobahnen und Schnellstraßen illegal entsorgt. Das kostet Millionen Euro und gefährdet Menschen, die bei den Aufräumarbeiten im Einsatz sind. Vom Hausmüll, Autoreifen, Möbeln oder Bauschutt entledigt man sich einfach abseits der Straßen. Traurig, dass die „Achtlosigkeit“ Mancher zu Lasten der Gemeinschaft und der Natur gehen muss.
Der Fall eines kopfüber liegenden Autos im Bachbett, illegal entsorgt über ein Hangstück in einem Wald, macht aber nicht nur traurig. Er macht wütend, weil man bei einer derart „kostensparenden“ Entledigung einer Altlast nicht mal mehr unter Anführungszeichen von Achtlosigkeit sprechen kann. Es macht wütend ob der intelligenzbefreiten rücksichtslosen Dreistigkeit. Nicht nur weil der Täter riskierte, dass umweltschädliche Flüssigkeiten bei dem herbeigeführten Autocrash den Wald und das Grundwasser verschmutzen, sondern weil vier Feuerwehren zu Hilfe eilen mussten.
Notfallbereitschaft mit Müll blockiert
Weil die Einsatzkräfte davon ausgehen mussten, dass Menschenleben in Gefahr sind und sich selbst im steilen Gelände in Gefahr brachten, um an die vermeintlichen Opfer zu gelangen. Um dann festzustellen, dass jemand einfach seinen tonnenschweren Müll in den Wald geworfen hatte. Zwei Stunden lang waren die Einsatzkräfte damit beschäftigt den Schrott mit schwerem Gerät wegzuräumen, den ein anderer, hätte er nur einen kleinen Löffel mehr an Weisheit zu sich genommen, leicht und richtig selbst entsorgen hätte können.
Über zwei Stunden lang hat dieser Mensch die Notfallbereitschaft von vier Feuerwehren mit seinem Autowrack blockiert und möglicherweise weitere Menschen gefährdet. Es darf gehofft werden, dass der Halter ermittelt wird und doch noch auf seine Kosten kommt.