Bärnbacher macht aus Golfschlägern Kunstwerke
Mit personalisierten Schlägern will Michael Wolbart der Golfwelt seinen Stempel aufdrücken. Eines seiner Designs wurde kürzlich bei den BMW International Open getragen.
Es gibt Menschen, die nichts dem Zufall überlassen wollen. Und es gibt solche, die es schaffen, aus jedem Zufall das Beste herauszuholen. Zu letzteren zählt wahrscheinlich Michael Wolbart. Der 33-Jährige aus Bärnbach hatte eigentlich nie das Ziel, sich selbstständig zu machen – ist aber gerade mitten im Prozess, ein Unternehmen zu gründen. Wie kam das?
Über den Zufall zum zweiten Standbein
Hauptberuflich ist Wolbart in der Firma Krenhof als Konstrukteur in der Schmiedetechnik tätig. Das Interesse an seinem zweiten Standbein entstand zufällig. „Vor einigen Jahren war ich auf der Suche nach einem privaten Projekt und habe dabei CGI, also digital erzeugte Bilder und Animationen, für mich entdeckt.“ Wolbart begann, eigene Designs zu erstellen.
Die Individualisierung von Golf-Ausrüstung hatte er da noch nicht auf dem Schirm. Schließlich spielte er selbst auch nicht. Das änderte sich im vergangenen Herbst durch einen Design-Wettbewerb des Cleek Golf Clubs, einem Franchise-Team der „LIV Golf Tour“. Entworfen werden sollte ein Golf-Bag.
Wolbart machte mit, sein Entwurf wurde tatsächlich produziert. Und dann ging es direkt auf die ganz große Bühne: Anfang Juli trugen die Spieler des Cleeks Golf Clubs die Tasche bei den BMW International Open in München. Da hatte den Weststeirer das Golffieber aber schon längst gepackt, er spielt selbst seit letztem Herbst in Maria Lankowitz.
Bei „Most Wanted Golf“ gibt es Unikate
„Und dann kam mir die Idee, Design, Handwerk und Golf zu verbinden. Also habe ich angefangen, Schläger und Ball Marker oder ähnliches mittels Lasergravur zu personalisieren“, erzählt Wolbart. So macht er aus Eisen und Puttern individuelle Einzelstücke – je nach Wunsch mit Initialen oder kunstvollen Verzierungen. Daraus entsteht nun unter dem Namen „Most Wanted Golf“ auch ein Unternehmen. „Gerade wickle ich die Bürokratie ab, bald wird man also bei mir bestellen können“, kündigt er an.