Der Tag hatte noch nicht so recht begonnen und schon mussten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr von St. Stefan ob Stainz ausrücken. Um 3 Uhr morgens wurden sie zusammen mit den Feuerwehren Gundersdorf, Pirkhof, Wildbach mit dem ELF sowie der BTF Magna Lannach alarmiert.
Ein Wohnhaus war in Brand geraten. Als die Einsatzkräfte am Ort des Geschehens eintrafen, stand das Haus bereits in Vollbrand. Einsatzleiter Gerhard Bretterklieber von der Feuerwehr St. Stefan ob Stainz alarmierte daraufhin zusätzliches Personal der Feuerwehren Wald bei Stainz und Stainz nach.
Feuerwehr kämpft Stunden gegen Flammen
Der Kampf gegen die Flammen wurde zur Herausforderung. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, wurde eine 500 Meter lange Zubringleitung entlang der Zufahrtsstraße von einem Hydranten aufgebaut. „Nach gut einer Stunde war dann bereits das Gröberste geschafft“, sagt Bretterklieber. Der Bewohner des Hauses erlitt beim Brand eine Rauchgasvergiftung und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Derzeit – um ca. kurz nach sieben Uhr in der Früh – hält der Löscheinsatz weiter an. Kurzzeitig habe man bereits damit gerechnet, dass man „Brand aus“ melden konnte, kurz darauf fing es jedoch wieder an zu lodern, erzählt Bretterklieber. Die Brandursache sowie die genaue Schadenssumme stehen derzeit weiterhin aus und werden erst nach Abschluss der Löscharbeiten von der Polizei ermittelt werden. Von der Feuerwehr werden aktuell jedenfalls keine Vermutungen zur Ursache kommuniziert.
Mehr als 500 Mal brennt es pro Jahr
Laut der aktuellsten statistischen Detailauswertung kam es im Jahr 2024 in der Steiermark zu 528 Bränden im Privatbereich gekommen (berücksichtigt sind Vorfälle mit Schadenssummen von zumindest 2000 Euro). Weitere 396 Mal brannte es auf landwirtschaftlichen Anwesen, gefolgt von Gewerbe- und Industriebränden (146).
In Summe richteten die Brände 63 Millionen Euro Schaden an, 125 Menschen wurden verletzt, zwölf kamen ums Leben. Das Jahr 2025 forderte nach ersten Auswertungen sieben Brandtote und rund 100 Verletzte.