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Kultur

Was wäre die Welt ganz ohne ... Aliens, Botox und Harley Davidson?

Aliens, Botox, Darth Vader, Harley Davidson und ein strahlendes Zahnpastalächeln: Wie die USA die Populärkultur nachhaltig geprägt haben. Eine subjektive Auswahl.

Susanne RakowitzUte Baumhackl
Susanne RakowitzUte Baumhackl
Von  Ute Baumhackl und Susanne Rakowitz
vor 2 Monaten2. Juli 2026 um 13:35
Vereinigte StaatenPop
Hollywood
Makellos gleichmäßige, perlweiße Beißerchen waren schon in Schwarzweißzeiten ein Filmstar-Markenzeichen. Und sind bis heute der US-Standard für alle, die sich’s leisten können. Zahnreihen, die nicht gleißend weiß oder perfekt reguliert sind, werden in den USA daher gern als „Europäisches Gebiss“ verspottet. Aber trotz perfekter Strahlerchen ist Zahnkosmetik nicht gleich Zahnhygiene: Laut BBC haben etwa britische Kinder weit gesündere Zähne als amerikanische.
Der Kult um das Einzelstück ist überbewertet! Niemand hat diese Philosophie so nachhaltig gecrasht wie Andy Warhol (1928–1987). Alltägliches – wie etwa Campbell‘s Suppendosen – wurde Kunst und Kult, die serielle (Kunst-)Produktion zum Maß aller Dinge. Pop-Art und das Zelebrieren der Massenkultur haben die Welt nachhaltig geprägt. Als Meister der Selbstinszenierung und Selbstvermarktung war Warhol der Großvati aller Influencer.
Mastermind George Lucas hat seine Saga von Beginn an als Weltraumoper tituliert. 50 Shades of Grey gibt es hier nicht, nur Licht und Schatten, übergangslos: Ein machthungriges Imperium versucht, eine friedliche, multikulturelle Galaxie zu unterjochen. Eine kleine Gruppe von Rebellen stemmt sich verbissen gegen die dunkle Seite der Macht. Ein Erzählgerüst, das sich durch die Menschheitsgeschichte zieht – mit einem Unterschied: Hier ist das Happy-End greifbar.
Motorisierte Unterlage für (vor allem) männliche Freiheitsfantasien, mit legendärem „Spruch“ und gebaut fürs Geradeausfahren auf endlosen Highways. Harley-Fans, die sich bei uns ihr Traumgerät anschaffen, merken oft recht bald (und manchmal unter Schmerzen), dass die lange Gabel ihres coolen Choppers für die kurvenreichen Motorradstraßen unserer Breiten nicht ganz so super sind.
 In 50 Sterne und 13 Streifen lässt sich alles Mögliche einwickeln: Seit Jahrzehnten hält die US-Flagge als patriotisches und rebellisches Statement her, Pop-Art-Künstler wie Jasper Johns und Andy Warhol haben sie benutzt, um Fragen zu Identität und Konsumismus aufzuwerfen, als Modeaccessoire ziert sie Gürtelschnallen, Jacken, Bikinis etc. Donald Trump umarmt und küsst sie bei seinen Bühnenauftritten. Jeder nach seiner Fasson.
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