Spanien gilt als haushoher Favorit im WM-Sechzehntelfinale gegen Österreich und ist sich dessen auch bewusst. Bei der Pressekonferenz von Teamchef Luis de la Fuente spielte das ÖFB-Team bestenfalls eine Nebenrolle. Mehrheitlich galt das Interesse, ob der Europameister auf Kurs ist, den WM-Titel folgen zu lassen.
Bezüglich der rot-weiß-roten Auswahl meinte der 65-Jährige, dass sein Trainerstab und er den Gegner sehr gut kennen würden: „Die österreichische Schule setzt sehr viel auf Disziplin, Stärke und Physis. Das sind auch wichtige Aspekte im Nationalteam.“
Das Auftreten sei mit den Jahren noch intensiver geworden: „Sie haben die richtigen Spieler dafür, ihren Stil perfekt an die Spieler angepasst.“ Die Iberer selbst setzen auf einen Stil, der den Ballbesitz in den Mittelpunkt stellt und versucht, somit Kontrolle und Dominanz auszuüben. „Man wird sehen, welcher Stil sich durchsetzen wird“, meint de la Fuente.
Der Coach fordert, dass seine Spieler angesichts der zu erwartenden Intensität mit der notwendigen Präzision agieren müssen: „Jedes Mal, wenn wir in ihrem Raum sind, müssen wir mit sehr viel Genauigkeit vorgehen.“
Hohe Erwartungen
De la Fuente strahlt alles in allem eine gewisse Zuversicht vor dem Duell aus: „Wir sind bereit für Österreich und haben das Werkzeug, das notwendig ist.“ Der Optimismus beschränkt sich keineswegs auf die Runde der letzten 32. Die Ambitionen sind naturgemäß höher, Spanien gehört zu den großen Turnierfavoriten.
„Wir fordern sehr viel von uns selbst und es gefällt mir, dass man sehr viel von uns fordert. Wir müssen den Erwartungen gerecht werden und gewinnen“, so der Trainer, der bereits für den EM-Titel 2024 verantwortlich zeichnete.
Zumindest Spaniens Medien scheinen mit dem Kopf schon eher bei Frankreich zu sein, der Weltmeister von 2018 macht bis dato einen denkbar starken Eindruck und ist somit der vielleicht stärkste Rivale im Turnier. De la Fuente möchte Schritt für Schritt vorgehen: „Wir wollen ins Finale, wollen das schaffen. Aber das wichtigste Spiel ist jetzt einmal jenes gegen Österreich, darauf konzentrieren wir uns.“