Der Juni 2026 fiel in Österreich um mehr als 2,5 Grad wärmer aus als im langjährigen Mittel von 1991 bis 2020. In erster Linie war hierfür eine nie dagewesene Hitzewelle in der zweiten Monatshälfte, eine Vielzahl an Rekorden wurde regelrecht pulverisiert. Und jetzt kommen Gewitter.

Denn: Für den Mittwoch besteht für den Großteil der Steiermark eine orange Unwetterwarnung. Grund: „Heute ist mit lokalen Unwettern, Hagel und vor allem lokal mit Sturmspitzen von 80 bis 100 km/h zu rechnen“, erläutert Marlies Kriegler, Regionalleiterin der Geosphere Austria in der Steiermark im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. 

Auch Land Steiermark hat zu Mittag eine offizielle Unwetterwarnung herausgegegeben – wegen einer „deutlichen Verschärfung der Wetterlage“. Die Behörde warnt vor herabfallenden Ästen und umfallenden Bäumen, Stromleitungen und Straßen könnten ebenfalls beeinträchtigt werden. Mit Stromausfällen ist in Teilen des Landes also genauso zu rechenn wie kleinräumoge Überflutungen.

Aber wie entwickelt sich das Wetter genau? Ab Mittag treffen die Gewitter das Semmering- und Wechselgebiet, ziehen danach (16 bis 18 Uhr) in den Süden. Die hohe Energie in den Unwettern bringt starken Sturm mit sich. „Die Gewitter ziehen deshalb aber schnell durch.“ Bereits in der ersten Nachthälfte beruhigt sich das Wetter wieder.

Prognose: Die extreme Hitze ist nach dem Gewitter vorbei

„Der Donnerstag wird dann sehr stabil“, so Kriegler. Der Tag beginnt in der nördlichen Obersteiermark zwar mit dichten Wolken und es ziehen auch noch ein paar Regenschauer durch.

Bild zeigt Marlies Kriegler
Marlies Kriegler von der Geosphere in Graz © KLZ / Stefan Pajman

Am Nachmittag sollte es auch hier eine Wetterbesserung geben, es setzt sich die Sonne durch und es bleibt trocken. Die Regionen südlich des Alpenhauptkamms sind mit teils lebhaftem Wind aus Nordwest bis Nord wetterbegünstigt, schon am Vormittag wird es bei aufgelockerter Bewölkung trocken und recht sonnig. Nach 13 bis 18 Grad in der Früh liegen die Höchstwerte von Nord nach Süd zwischen 22 und 28 Grad.

Gewitter sorgt für Temperaturen um die 30 Grad

„Mit der großen Hitze ist es aber jetzt einmal vorbei“, sagt die Meteorologin. Auch am Freitag gehe es maximal bis auf 30 Grad: Bis Mittag ist es in den nördlichen Landesteilen bewölkt und es ziehen Regenschauer durch. In weiterer Folge setzt sich die Sonne durch. In den übrigen Landesteilen sind nur zu Mittag kurze und örtliche Regenschauer zu erwarten, vorwiegend scheint die Sonne. Der Nordwestwind weht mäßig bis lebhaft. Am Morgen hat es 10 bis 17 Grad, später steigen die Temperaturen von Nord nach Süd auf 21 bis knapp 30 Grad.

Damit dreht der Sommer kurz vor Ferienbeginn auf Normalität. Allerdings könnte die Hitze bereits kommende Woche zurückkommen. Zumindest gehen erste Wettermodelle von extremen Temperaturen bis zu 38 Grad aus.