„Weltuntergangsstimmung“ wird bereits aus Niederösterreich gemeldet, im Raum Schneeberg fielen mehr als 80 Liter Regen – und auch das Mürztal in der Steiermark wurde wenig später Schauplatz von Gewittern. Die Gewitterwolken ziehen am Samstagnachmittag über die östliche Steiermark und den Raum Graz – wo das große Augartenfest im Gange war. Dieses wurde gegen 15 Uhr aufgrund des Gewitters unterbrochen und wird laut Veranstalter bei Wetterbesserung fortgesetzt.
Auch starke Windböen sind über Graz gezogen, auf dem Instagram-Account von Graz Wellness ist zu sehen, wie diese einen Baum umgerissen haben:
In der Herrengasse traf ein Ast eine Oberleitung der Straßenbahnen, die daher umgeleitet werden mussten. Wegen eines auf die Oberleitung gestürzten Baumes im Bereich Maifreddygasse mussten auch hier Ersatzbusse in Richtung LKH bzw. Hilmteich eingesetzt werden. Auch in Puntigam/Lauzilgasse gab es einen ähnlichen Vorfall.
In Graz-Geidorf waren temporär mehrere Straßen überschwemmt, Buslinien mussten im Bereich Uni/Mozartgasse, Uni/Liebiggasse, Rosenhaingasse, Panoramagasse, Hilmteich/Botanischer Garten und Hilmteich umgeleitet werden. Alle Linien waren noch länger mit starken Verspätungen unterwegs. Der Betrieb der Schloßbergbahn musste ebenfalls eingestellt werden.
Die Unwettergefahr betraf weite Teile der Steiermark: Die Geosphere Austria hatte eine gelbe bis orangefarbene Warnung („Achtung!“) ausgegeben. Neben kräftigen Regengüssen waren demnach Sturmböen und punktuell Hagel möglich. Die Unwetterzentrale (UWZ) gab für Teile der Steiermark bereits die Warnstufe rot (dritte Stufe von vier – starkes Unwetter) aus.
Starkregen im Bergland
Im ganzen steirischen Bergland bis zum Alpenostrand in Niederösterreich wurde vor Starkregen und Hagel gewarnt. Die Facebook-Seite „Unwetter Österreich“ warnt vor mancherorts sehr großen Regenmengen, die zu lokalen Überflutungen und Vermurungen führen könnten. Hagel und Sturmböen seien ebenfalls zu erwarten.
Etwas ruhiger im Westen
Im Westen Österreichs, im Donauraum und im äußersten Osten dürfte es hingegen mehr oder weniger trocken bleiben und damit auch eine ersehnte Abkühlung ausbleiben. Wobei man einzelne Entwicklungen nie ausschließen kann – das sagt auch Andreas Tröscher von der Geosphere Austria: „Einzelne Gewitterzellen können bei diesen Temperaturen immer entstehen, das ist ganz schwer vorherzusagen.“