Österreichs zweites Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft gegen Argentinien steigt Ortszeit um 12 Uhr. Nach kalifornischer Zeit, in der sich das Nationalteam seit mehr als zwei Wochen aufhält, entspricht das 10 Uhr. Was für die daheimgebliebenen Fußball-Fans einen Schlager zur besten Sendezeit um 19 Uhr bedeutet, ist für Marko Arnautovic ein harter Brocken.
„Ganz schwierig. Ich bin einer, den du in der Früh nicht anreden darfst“, gibt der Rekordinternationale des ÖFB zu. Zuletzt spielte er als Teenager in der Wiener Liga für den FAC auswärts gegen Gersthof um diese Uhrzeit. „Da habe ich hundertprozentig ein Tor gemacht“, grinst Arnautovic. Die Erinnerung täuscht ihn, er wurde ausgewechselt. „Das heißt dann, am Montag spiele ich nicht“, kontert der 37-Jährige.
Ein wenig ernsthafter meint der Stürmer: „Argentinien muss auch um 12 Uhr am Platz stehen. Es wird natürlich nicht einfach, aber muss ich halt schauen, dass ich um 6 Uhr aufstehe.“
Langjährige Weggefährten wissen natürlich, dass Arnautovic ein Morgenmuffel ist. Einer davon steht mit Marcel Sabitzer vor seinem 100. Länderspiel. Mit keinem Mitspieler kickte er öfter gemeinsam für Österreich als mit Arnautovic, konkret 74 Mal.
„Am Anfang, wie er ins Nationalteam gekommen ist, war er mein kleiner Junge. Jetzt ist er auch älter geworden. Man weiß, dass ‚Sabi‘ und ich eine Top-Beziehung haben, auch außerhalb des Platzes“, erklärt Arnautovic, der selbst bei 134 Länderspielen für Österreich hält.
„Alle wissen, wie wichtig ‚Sabi‘ für uns ist. Es ist ein riesiges Spiel für ihn, seinen Hunderter gegen Argentinien zu haben, ist eine große Bühne. Ich hoffe natürlich, dass er performt und ein, zwei Tore macht.“