Der mysteriöse Leichenfund im Bretsteingraben in der Gemeinde Pölstal bleibt das große Gesprächsthema im Murtal. Noch immer wird darüber spekuliert, auf welche Weise ein Mountainbiker ums Leben gekommen ist und wie es sein kann, dass dieser Mann auch nach mehr als zehn Jahren offenbar niemandem abgeht.

So lange ist es her, dass ein Waldbesitzer, Bauer und Jäger den Toten in der Nähe einer Wildfütterung gefunden hat. Gemeldet hat er den Fund erst vor gut einem Jahr.

Entscheidung

Die Staatsanwaltschaft Leoben hatte gegen den Waldbesitzer ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beweismittelunterdrückung eingeleitet (wir berichteten). Hier dürfte der Mann nun erleichtert sein: „Dieses Ermittlungsverfahren wurde eingestellt“, sagte Staatsanwältin Anika Maierhofer am Freitag auf Anfrage der Kleinen Zeitung.

Staatsanwältin Anika Maierhofer
Staatsanwältin Anika Maierhofer © KLZ / Christian Huemer

Ebenfalls im Raum stand eine laut Gesetz strafbare Störung der Totenruhe: „Das bloße Verschweigen des Leichenfundes erfüllt diesen Tatbestand noch nicht“, sagt Maierhofer. Somit gibt es keine weiteren Ermittlungen gegen den Finder der Leiche.

Hinweise

Nach einem Bericht der Servus-TV-Sendung „Fahndung Österreich“ ging der Fall auch in Deutschland durch die Medien. Insgesamt sind bisher rund 30 Hinweise eingegangen, die allerdings bisher noch nichts Erhellendes gebracht haben.

In mehreren Fällen nannten Hinweisgeber konkrete Namen, wer die Leiche sein könnte. Nach Überprüfung stellte sich heraus, dass die genannten Menschen noch leben. Auch reagierten einige auf ein vom Toten getragenes T-Shirt, das auf die „Spinning-Szene“ hinweist. Dabei handelt es sich um Radsport, der auf stehenden Rädern in geschlossenen Räumen praktiziert wird.

In der Region Murtal kursieren wüste Theorien zu dem Fall, die allerdings mit Vorsicht zu genießen sind und deshalb von der Kleinen Zeitung nicht wiedergegeben werden.