Drei Jahre nach dem Spatenstich für einen Neu- und Zubau in der Elisabethinergasse ist es kommende Woche so weit: Das Krankenhaus der Elisabethinen Graz konzentriert alle seine Abteilungen am ausgebauten Standort im Grazer Zentrum. In einem ersten Schritt werden die Patienten und Patientinnen der Psychiatrie und Psychotherapie in das neue Gebäude wechseln, die Neurologie folgt dann gleich darauf. Die offizielle Eröffnungsfeier, mit der das 60 Millionen-Euro-Projekt abgeschlossen wird, steht dann im Oktober an.
„Nicht jeden Tag zieht ein ganzes Krankenhaus um. Was viele Menschen nur als Standortwechsel wahrnehmen, ist in Wirklichkeit eine der größten organisatorischen und medizinischen Herausforderungen, die eine Gesundheitseinrichtung bewältigen kann“, unterstreicht in dem Zusammenhang Stefan Magerl, Sprecher der Elisabethinen Graz.
217 Betten
Das Grazer Ordenskrankenhaus bietet nach der Finalisierung des Aus- und Umbaus insgesamt 217 Betten, rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in der Elisabethinergasse tätig. Die Fachrichtungen Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Radiologie sowie die interdisziplinäre multimodale Schmerzmedizin sind vertreten. Ambulanzen und tagesklinische Einrichtungen, eine Notaufnahme und ein interprofessionelles Therapiezentrum ergänzen das Angebot. „Mit der Zusammenführung unserer Abteilungen unter einem Dach schließen wir ein Kapitel der baulichen Entwicklung ab und eröffnen gleichzeitig ein neues Kapitel für die Gesundheitsversorgung in Graz“, betont der Geschäftsführer der Elisabethinen Graz, Christian Lagger.
Beim Ausbau des Standorts im Stadtzentrum haben die Elisabethinen stark auf Holz und Nachhaltigkeit gesetzt. Die Zukunft der in Kürze leerstehenden Gebäude in Eggenberg ist noch offen. Sie gehören den Barmherzigen Brüdern. Diese hatten ihren Standort in der Marschallgasse im Bezirk Lend bis 2022 in mehreren Etappen ausgebaut und die Abteilungen in Eggenberg, wie im Regionalen Strukurplan Gesundheit vorgesehen, an die Elisabethinen übergeben.