Von 1000 Euro für eine Zisterne von Schwarzenegger (einem anderen) über 2500 Euro für die Heizungsoptimierung (Biomasse) bei Gabalier (dem anderen) bis zu 25.700 Euro für die Beratung von Sexarbeitenden: Auf mehr als 2000 Seiten listet der steirische Förderbericht für 2025 auf, wohin und wofür Steuergeld geflossen ist. In Summe waren es 1,3 Milliarden Euro, unterm Strich gab das Land sogar um 98,5 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor aus. Auch deshalb, weil die Einschnitte ins Budget erst in der zweiten Jahreshälfte erfolgt sind.
Gelistet sind im Bericht ebenso die Bedarfszuweisungen an Regionalverbände und die Gemeinden. Da handelt es sich um Steuereinnahmen der Kommunen, die aber vom Land verteilt werden. Darunter 122 Millionen Euro an strukturschwache Gemeinden. 30 Millionen gab es vorab für die Stadt Graz.
30 Millionen Euro für Parteien
Die Parteien und Landtagsklubs konnten 2025 insgesamt 30,1 Millionen Euro (2024: 29,2 Millionen Euro) verbuchen. Inkludiert ist dabei der „Gemeinde-Fünfer“, eine Parteienförderung auf Lokalebene, über 5,6 Millionen Euro gesamt.
Natürlich hat sich die Landtagswahl 2024 auf die Förderungen ausgewirkt: Die FPÖ als neue Nummer 1 kam allein unter dem Titel „Förderung der landespolitischen Arbeit“ auf 4,8 Millionen Euro. Dahinter die ÖVP mit 3,7 Millionen, gefolgt von der SPÖ mit knapp drei Millionen und den Grünen mit 901.200 Euro. Für die Neos gingen sich in der Kategorie 878.100 Euro aus und für die KPÖ 666.400 Euro.
An anderer Stelle sind die Jugendorganisationen der Parteien gelistet: Ob KJÖ oder Grüne Jugend (je 20.455), der blaue RFJ (29.792) und rote SJ sowie JVP (mit je 49.394 Euro) – diese Förderungen blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert.
Abwechslungsreicher waren die steirischen Filmförderungen bzw. die „Förderungen der regionalen Zusammenarbeit“: Für den Altaussee-Krimi „Letzter Stollen“ sind 112.500 Euro eingetragen, für die steirischen Folgen von „Soko Donau“ aus zwei Staffeln rund 130.000 Euro. Den „Neo Nuggets“-Streifen mit Paul Pizzera und Otto Jaus unterstützte man unterdessen mit 100.000 Euro.
Die Events betrachtet, gingen 75.000 Euro an Austria Ski (bzw. ÖSV) für das Night-Race 2025 und 50.000 Euro für den Freeski- und Snowboard-Weltcup am Kreischberg. Das große „Aufsteirern 2025“ in Graz samt TV-Show im ORF ist mit 660.000 Euro eingetragen. Der Narzissenfestverein bekam 24.000 Euro.
219.373 Förderfälle
Wer die mehr als 2000 Seiten durchackert, findet 219.373 Förderfälle (2024: 207.493), unter den 239 Förderprogrammen sind 73.904 und damit die meisten Förderfälle in der Land- und Forstwirtschaft angesiedelt. Das meiste Geld war im Bereich Energie, Technik, Wohnbau im Umlauf: rund 330 Millionen Euro. Schlusslicht war der Personalbereich mit einer Million.
Im Wohnbau sind unterdessen unter „Geschoßbauförderung“ 1957 Förder-Fälle um knapp 98 Millionen Euro (2024: 103 Millionen Euro) zusammengefasst. Wie in der Vergangenheit auch gibt es keinerlei Auflistung nach den gemeinnützigen Wohnbauträgern oder über die mit dem Geld errichteten Projekte. Hingegen ist jede einzelne Energieberatung zu 156 Euro oder mehr mit Name und Adresse zu finden .