Sportlich gab es in den Unterligen für viele Klubs Grund zu feiern. Nicht so bei der Partie in der Unterliga Ost zwischen Globasnitz und den Treibach Juniors. Was passiert ist, schildert Treibach-Trainer Stefan Leikam. „Es lief bereits die Schlussphase. Unser Spieler Lukas Kaufmann verletzte sich ohne Fremdeinwirkung. Nach einem hohen Ball hat er sich vertreten.“ Mit schwerwiegenden Folgen. „Die Kniescheibe ist ihm rausgesprungen. Er hatte unglaubliche Schmerzen.“
Schnell wurde die Rettungskette in Gang gesetzt, Spieler beider Mannschaften schirmten den Verletzten vor neugierigen Blicken ab. „Es dauerte keine 15, 20 Minuten, bis der Rettungshubschrauber da war und Lukas ins UKH flog.“
Das Sportliche – die Treibacher führten 2:0 – geriet zur Nebensache. „Der Trainer der Globasnitzer (Anm. Karl Micheu) hat vorgeschlagen, dass wir die Partie abbrechen“, erzählt Leikam, der natürlich einverstanden war. Schiri Markus Piuk beendete daraufhin das Spiel.
Sirnitz und Launsdorf sind Meister
In den beiden anderen Unterligen fielen indes die Meister-Entscheidungen. In der Mitte liegen nach dem letzten Spieltag mit Sirnitz, Landskron und Feldkirchen drei Teams mit 62 Punkten gleich auf. Weil in diesem Fall die direkten Duelle dieser drei untereinander herangezogen werden, jubelt Sirnitz über den Meistertitel und nimmt den Zweitplatzierten, Landskron, mit in die Kärntner Liga. Feldkirchen ist der weinende Dritte.
Im letzten Spiel der Saison siegte Sirnitz zu Hause gegen Arriach mit 6:0. Das Bemerkenswerte: In der Startelf standen acht Spieler, die in Sirnitz den Nachwuchs durchliefen: Torhüter Christian Fritzer, Armin Buttazoni, Sebastian Weiss, Gregor Gwenger, Marco Huber, Jan Peter Zaagsma, Andreas Pechmann und Martin Hinteregger. Dazu kommen zwei Feldkirchner und ein „Legionär“ aus Treffen bei Villach.
Für Sirnitz wird die kommende Liga-Saison eine Premiere, für Landskron (6:0-Sieg in Ledenitzen) ist es eine Rückkehr nach dem Abstieg 2024.
In der Unterliga Ost gab sich Tabellenführer Launsdorf gegen Schlusslicht Gurnitz keine Blöße, siegte 8:0 – mit acht Spielern aus dem Bezirk in der Startelf: Herbert Tammer, Stefan Hasenbichler, Nico Wernig, Lukas Höberl, Max Tragner, Samuel Tamegger, Tobias Drobesch und Fabian Gangl. Platz zwei schnappte sich St. Michael/Lav. Für die Lavanttaler geht es nun in der Relegation (Hin- und Rückspiel) gegen Rothenthurn (Unterliga West) um den letzten Aufstiegsplatz in die Kärntner Liga.
Weitere Entscheidungen
Afritz siegte bei Tabellenführer Schiefling 5:0, fing damit die Wörthersee-Kicker noch ab und holte sich die Meisterkrone in der 1. Mitte. Beide steigen ebenso in die Unterliga auf wie Gitschtal und Egg (1. West) und Kühnsdorf (1. Ost). Offen sind noch der zweite Fixaufsteiger aus der 1. Ost (Gallizien hat die besseren Karten, trifft am Sonntag auf Tainach) sowie der beste Dritte. Aktuell wären es die Kleinkirchheimer (1. Mitte), die aber von Mittlern noch mit einem Sieg gegen Kühnsdorf überholt werden könnten.