Vorjahres-Topscorer Adam Helewka und der VSV sind getrennte Wege gegangen. Nach langem Hin und Her zwischen dem VSV, DEL2-Vertreter Dresden und Helewkas Management darf der Stürmer nach Ostdeutschland ziehen. Eine „wirtschaftlich tragfähige Lösung“, habe man gefunden, sagt Manager Martin Winkler, ohne zu konkretisieren, ob und in welcher Höhe eine Ablöse fließt. Sicher ist allerdings: Der VSV und Dresden treffen sich am 21. August in der Stadthalle zum Testspiel. Sollte Helewka da auflaufen, wird es wohl nicht der allerschönste Empfang, wenn man den VSV-Fans in den Kommentarspalten sozialer Medien glauben will.

Ebenfalls dürfte Helewkas Plan, den VSV zu verlassen, nicht der feinen englischen Art entsprochen haben. Wie aus den Umfeldern beider Klubs jetzt zu hören ist, soll die Einigung mit Dresden von Helewka schon Anfang des Jahres 2026 getroffen worden sein. Damals durfte man auch noch spekulieren, dass die am Ende letztplatzierten Eislöwen die DEL-Klasse halten, Helewka in Deutschlands höchste Spielklasse wechseln hätte können.

Unter dem Vorwand, mit seiner Familie im gewohnten Umfeld, also der nordamerikanischen Heimat weiterleben zu wollen, bat Helewka später um Auflösung seiner bis 2027 laufenden Vertrags bzw. um Nicht-Einlösung der klubeigenen Klausel zur Weiterverpflichtung Helewkas um ein Jahr. Dass er dann aber nicht beabsichtigte, nach Übersee zurückzukehren, stieß den VSV-Verantwortlichen sauer auf, weswegen sich erst das Chaos zu entwickeln begann. Ein Szenario, das auch beim so gut wie fixen Abgang von Nick Hutchison jetzt noch droht, auch hier muss noch eine Lösung gefunden werden.

Philipp Lindners Abgang zeigt, dass es auch anders geht

Dass es auch anders geht, zeigte der Fall Philipp Lindner, der wollte zur Familie nach Innsbruck zurück, kommunizierte das offen und ehrlich von Beginn. Weshalb der VSV ihm auch keine Steine in den Weg legte, ihm die Vertragsauflösung mit der klaren Erlaubnis, nur nach Tirol wechseln zu dürfen, gewährte.