Ob bei Fragen zu Kinderbetreuung, finanziellen Sorgen, Problemen bei der Job- und Ausbildungssuche oder Gewalterfahrungen: Seit 25 Jahren begleitet die Frauen-, Mädchen- und Familienberatung Jennersdorf Frauen und Mädchen in schwierigen Lebenssituationen. „Der Bedarf hat sich in den Jahren nicht verändert. Im Jahr nehmen rund 500 Frauen die Angebote unserer Beratungsstelle in Jennersdorf in Anspruch“, sagt Magdalena Freißmuth, Geschäftsführerin des Vereins „Frauen für Frauen Burgenland“, über den die Beratung in Jennersdorf läuft.

Finanzielle Sorgen und Arbeitsuche

Meist nehmen Frauen die Beratung in Anspruch, weil sie psychisch oder mental belastet sind, finanzielle Sorgen haben, an Altersarmut leiden, mit der Kinderbetreuung überfordert sind oder auf Herausforderungen bei der Arbeitsuche treffen. Häufig verbergen sich dahinter auch tieferliegende Probleme. „Gewalt ist häufig nicht das Thema, mit dem Frauen zu uns kommen. Erst in weiteren Beratungsgesprächen zeigt sich oft, dass physische, psychische oder ökonomische Gewalt ebenso eine Rolle spielen“, so Freißmuth.

Neben der „klassischen“ Mädchen- und Frauenberatung, bei der oft Themen wie Frauengesundheit, Stärkung des Selbstwertes oder Lebensplanung im Vordergrund stehen, werden daher auch Finanz-Coaching, frauenspezifische Laufbahnberatung, juristische Beratung sowie Deutschtraining in Form von „Sprachcafés“ angeboten. Die Unterstützung ist für Frauen kostenlos und anonym.

Tag der offenen Tür

Das Jubiläum feiert die Beratungsstelle Jennersdorf am Dienstag, 9. Juni, und lädt von 10 bis 16.30 Uhr zum Tag der offenen Tür in die Räumlichkeiten in der Hauptstraße 27 ein.