Der Start in den Sommer verläuft im Lavanttal in diesem Jahr eher schwankend. Zwischen heißen Temperaturen und regnerischen Tagen waren in den letzten Wochen die unterschiedlichsten Wetterbedingungen zu sehen und zu spüren. Nichtsdestotrotz haben die Erdbeerfelder seit Kurzem geöffnet.

Johanna Weber vom Bartlbauer
Johanna Weber vom Bartlbauer © Markus Traussnig

Doch wie empfinden die Landwirte die aktuellen Wetterbedingungen? „Den Regen in Massen brauchen wir natürlich. Auch wenn es aktuell, Anfang Juni, viel regnet, sollte das nicht viel mit unseren Erträgen machen“, informiert Hieronymus Weber vom Erdbeerland Bartlbauer. Optimale Bedingungen wären laut Weber jedoch in diesem Fall um die 20 bis 25 Grad und zwischendurch Regen.

Extreme Hitze oder viel Regen sind deshalb schwierig, da die Erdbeeren schneller reif werden und kaputt gehen könnten. „Dadurch wachsen zu viele Erdbeeren auf einmal. Ein kontinuierliches Wachstum wäre in diesem Fall besser, denn dadurch würde die Saison auch länger gehen“, erklärt Weber, der mit seinen Erdbeerfeldern am Wochenende des 30. Mai in die Saison gestartet ist.

Erdbeerland Bartlbauer
Erdbeerland Bartlbauer © Markus Traussnig

Auch wenn im Vorfeld teilweise Frost und Trockenheit die Bedingungen erschwerten, sind die Früchte reif. Im Lavanttal betreibt Weber, der auch Erdbeerfelder im Bezirk Völkermarkt hat, zwei Erdbeerländer: gegenüber vom EUCO-Center in Wolfsberg und in St. Andrä an der Eitweger Straße. Durch die Vielzahl an Standorten kann er auch unterschiedliche Bedingungen erkennen: „Manche Felder hatten mehr Wasser als andere, weil überall verschiedene Voraussetzungen bezüglich der Böden herrschen. Deshalb unterscheiden sie sich auch in der Größe, aber die Erdbeeren schmecken gut.“

Weitere zwei Wochen

Durch genau diese Wetterbedingungen vermutet Weber eine relativ kurze Saison. „Ich denke, dass wir in diesem Jahr noch zirka zwei Wochen geöffnet haben werden“, sagt Weber, der seine Erdbeeren in Strohkultur am Boden anbaut. Das Kilo für selbstgepflückte Erdbeeren kostet 4,40 Euro, ab acht Kilo reduziert sich der Preis pro Kilo auf 3,80 Euro. Vorgepflückte Früchte sind am Hofladen erhältlich. Die Erdbeerfelder haben täglich, auch sonn- und feiertags, von 8 bis 18 Uhr geöffnet, nur bei Schlechtwetter nicht.

Anna Sternath vom Spargelhof Sternath
Anna Sternath vom Spargelhof Sternath © KK/Sternath

Glücklich über den Ertrag ist der Spargelhof Sternath in St. Stefan. Seit Ende Mai gibt es hier bereits unbehandelte und handverlesene Erdbeeren. Bereits gepflückt können sie im Hofladen bis zum Freitag, 5. Juni, für 11 Euro abgeholt werden. Mittlerweile kann jedoch auf dem Feld selbst gepflückt werden.

Gerda und Alfred Sternath auf der Bank, dahinter die Philipp und Anna
Gerda und Alfred Sternath auf der Bank, dahinter die Philipp und Anna © KK/Sternath

„Bei uns sind die Erdbeeren in Hochbeeten angebaut. Ein Vorteil ist, dass man sich dadurch das Bücken erspart“, sagt Philipp Sternath, der zusammen mit seiner Schwester Anna, unterstützt von ihren Eltern Alfred und Gerda, den Betrieb in St. Stefan bei Wolfsberg führt. Die unbehandelten Erdbeeren können täglich von 8 bis 18 Uhr gepflückt werden und das für 5,40 Euro pro Kilo. Auch Sternath denkt, dass die Saison noch zwei Wochen laufen wird, „solange der Vorrat reicht“.

Margit Holzer von den Erdbeeranlagen Holzer
Margit Holzer von den Erdbeeranlagen Holzer © Markus Traussnig

„Wir haben viele, wunderschöne Früchte. Wer jedoch Erdbeeren haben will, muss schnell sein“, sagt Margit Holzer von den Erdbeeranlagen Holzer. So wie bei allen anderen Feldern ist hier aktuell Hochsaison. Was sie von den aktuellen Wetterbedingungen hält? „Natürlich hatten wir im Vorfeld viel Frost, keine Frage. Dennoch haben wir viele Früchte. Der Regen aktuell ist für uns okay, das passt schon.“

Die Erdbeeren bei Margit Holzer sind süß und groß
Die Erdbeeren bei Margit Holzer sind süß und groß © KK/Holzer

Auch wenn der Regen „okay“ ist, sollten sich Erdbeerliebhaber genau aus diesem Grund keine Zeit lassen. „Ich empfehle jedem, sich nicht zu viel Zeit zu lassen, wenn man aktuell gute Erdbeeren haben möchte“, betont Holzer, die im Lavanttal in St. Paul bei der Buxensiedlung, in St. Andrä beim Hofer und in Lavamünd vor dem Gasthof Hüttenwirt ihre Felder betreibt. Der Preis für den Kilo beträgt 4,40 Euro, ab acht Kilo 3,80 Euro. Vorgepflückte Erdbeeren kosten 8,50 Euro pro Kilo, „wir bitten jedoch bei größeren Mengen um Vorbestellung“. Wenn es nicht aus Kübeln schüttet, haben ihre Erdbeerfelder täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet.