„Ich lese euch nicht nur vor, ihr macht heute eine Detektivprüfung. Könnt ihr die Fälle gemeinsam mit Inspektor Schnüffel richtig lösen, bekommt ihr einen persönlichen Detektivausweis, damit dürft ihr dann auf Verbrecherjagd gehen“, begrüßt Kinderbuchautorin Karin Ammerer die Buben und Mädchen der 3c-Klasse. Sie ist an diesem Mittwochvormittag die erste von insgesamt drei Klassen aus der Volksschule I in Feldbach, die im Forum des Regionalbüros Feldbach auf große Verbrecherjagd gehen. Der Grund dafür: Die Kinderzeitung der Kleinen Zeitung feiert ihren 15. Geburtstag.
Und fast genauso lange erscheint bereits jeden Monat ein Kriminalfall rund um Ammerers Bücherreihe mit „Inspektor Schnüffel“ in der Kinderzeitung der Kleinen Zeitung. „Als die Anfrage kam, hat mich das sehr gefreut. Wir dachten, es wäre eine tolle Sache, wenn die damalige Redaktionshündin Paula gemeinsam mit Inspektor Schnüffel Fälle löst“, erzählt Ammerer, wie es damals zur Zusammenarbeit kam. Drei dieser kniffligen Kriminalfälle – jedoch aus ihren Kinderbüchern – brachte Ammerer nun mit ins Regionalbüro nach Feldbach.
Unterhaltsamer Vorlesestil
Beim ersten Ratekrimi, den die jungen Hobbydetektive zu lösen haben, handelt es sich um einen Banküberfall. „Berta ist für Banküberfälle bekannt, doch diesmal kann sie es nicht gewesen sein. Sie war in Spanien auf Urlaub. Doch Inspektor Schnüffel ist sicher: Sie lügt. Doch woher weiß er das?“, beginnt Ammerer. An ihrem unterhaltsamen Vorlesestil – für jede neue Figur im Buch findet sie eine treffende Stimme – und den auflockernden Zwischenfragen haben die Kinder sichtlich Spaß.
Obwohl der Fall knifflig ist, haben die zwei Ermittlergruppen der 3c-Klasse die Lösung rasch parat. Auch die beiden nächsten Fälle – den Raub von Katze „Morli“ und einen Einbruch im Modestudio – löst die Klasse mit Bravour. „Mit so vielen Meisterdetektiven ist Feldbach nun die sicherste Stadt. Lest weiterhin so fleißig, damit ihr nicht aus der Übung kommt, vielleicht brauche ich euch ja bald wieder“, sagt Ammerer zum Abschluss.
48 neue Meisterdetektive
Insgesamt schlüpfen an diesem Vormittag 48 Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen der Volksschule I in die Rolle von Ermittlerinnen und Ermittlern. Mit Scharfsinn meisterten sie die Fälle und dürfen sich nun „Meisterdetektivin“ oder „Meisterdetektiv“ nennen.
Wie es ihnen gefallen hat? „Sehr gut. Die Fälle waren alle lustig. Besonders der letzte mit dem Einbruch im Modestudio. Toll war auch, wie lustig sie uns alles vorgelesen hat“, sind sich Emilian und Sebastian aus der 3b-Klasse einig. Ihre Klassenkameradin Hannah hingegen mochte, dass die Fälle nicht zu knifflig, aber auch nicht langweilig waren. „Außerdem hat mir die Teamarbeit gefallen. Meine Gruppe hat das sehr gut gemacht“, resümiert sie.
Genauso sehr freute sich Kinderbuchautorin Ammerer über die durchwegs positive Resonanz: „Das Schönste bei diesen Vorlesetagen ist, wie sehr die Kinder mitfiebern. Wenn sie an meinen Lippen hängen und Emotionen zeigen, dann ist das für mich schöner als alles andere.“