Große Augen machten die Eltern eines Neugeborenen, als sie die zwei Rechnungen aufmachten. Rund 6400 Euro für den Spitalsaufenthalt der Mutter an einem LKH und 22.300 Euro für die Versorgung des Neugeborenen sollte das Paar nachträglich berappen. Der Vater, er arbeitet in Weiz, ist dort versichert und AK-Mitglied, wandte sich an die regionale Arbeiterkammer. Am Ende konnte dem jungen Paar geholfen werden, freut man sich bei Josef Pesserl und Co.

Freilich wurde den Eltern nicht aus Boshaftigkeit die Geburt und Nachbehandlung in Rechnung gestellt. Das Paar stammt aus Ungarn, der Vater des Kindes lebt und arbeitet in der Steiermark, die Mutter ist mitversichert. Auf Drängen der Kammer konnte daher die Rechnung für die Geburt storniert werden, wie die AK mitteilte.

Die Rechnung über 22.300 Euro für die Versorgung des Babys wollte man auf ungarischer Seite angeblich aber nicht übernehmen. Auch nicht auf österreichischer Seite, also sollte der Vater des Kindes den Betrag via Ratenzahlung abstottern. 4500 Euro zahlte er nach, bis die Versicherungsfragen nachträglich zu Gunsten der Eltern abgeklärt werden konnten.