Einmal ORF-Gala, einmal Wettbewerbsbühne: Für Lukas Maierhofer waren es zwei verschiedene Welten – und zweimal stand er ganz oben. Der Zwölfjährige gewann am 24. Mai die ORF-Show „Die Goldene Note“ und setzte sich dabei gegen Ausnahmetalente aus Wien, Oberösterreich, Kärnten, Deutschland und den USA durch.

Kurz darauf folgte der nächste große Erfolg: Beim Bundeswettbewerb von „prima la musica“ in Eisenstadt holte Lukas kürzlich in der Klavier-Kategorie mit 91 Punkten Gold.

Auf dem Programm stand auch beim Bundesfinale jenes Stück, mit dem er schon im Fernsehen geglänzt hatte: Edvard Griegs „Zug der Zwerge“. Dazu spielte er den dritten Satz aus Beethovens „Pathétique“ sowie ein Stück von Jean Sibelius. Nervosität? Fehlanzeige. „Nein, gar nicht. Ein bisschen, aber nicht wirklich“, sagt Lukas. Für ihn sei es eben „einfach Wettbewerb“ gewesen: hingehen und vorspielen.

Nächster Erfolg auf der Wettbewerbsbühne: Lukas Maierhofer holte beim Bundeswettbewerb von „prima la musica“ in Eisenstadt mit 91 Punkten Gold
Nächster Erfolg auf der Wettbewerbsbühne: Lukas Maierhofer holte beim Bundeswettbewerb von „prima la musica“ in Eisenstadt mit 91 Punkten Gold © Privat

Gerade diese Gelassenheit macht seine Mutter Duoliang Maierhofer besonders stolz. Lukas besucht die dritte Klasse des B(R)G Leibnitz, hat einmal pro Woche Unterricht an der Franz-Koringer-Musikschule Leibnitz und fährt donnerstags zusätzlich zum Klavierunterricht ans Konservatorium nach Graz. „Ich sehe ihn noch immer als Amateur“, sagt seine Mutter – umso mehr, weil bei „prima la musica“ auch deutlich ältere Teilnehmer angesehener Ausbildungsstätten wie des Mozarteums Salzburg oder der Musik und Kunst Privatuniversität Wien antreten. „Das sind Profis“, betont Maierhofer.

Lukas Maierhofer mit seiner Mutter Duoliang – sie fördert und begleitet ihn auf seinem musikalischen Weg
Lukas Maierhofer mit seiner Mutter Duoliang – sie fördert und begleitet ihn auf seinem musikalischen Weg © KLZ / Brutmann

Begonnen hatte alles mit einem kostenlosen Klavier von Willhaben. Dieses Instrument entfachte bei Lukas die Leidenschaft für die Musik. Heute arbeitet er an Chopin-Etüden, an Liszt – und am nächsten Ziel: der Aufnahme in eine Meisterklasse für junge Talente an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK). Dass andere im Sommer lieber draußen sind, während er Klavier übt, stört ihn wenig. In der Sonne sei es ihm ohnehin „immer zu heiß“, sagt Lukas trocken.

Live zu erleben ist Lukas Maierhofer am 19. August bei der „Nacht der Talente“ im Rahmen der Spielfelder Kulturtage – sowie bei Ildikó Raimondis „Schubertiaden“ in Schloss Atzenbrugg.

Lukas Maierhofer überzeugte auf der Bühne mit seinem großen Talent und viel Gefühl
Lukas Maierhofer überzeugte auf der Bühne mit seinem großen Talent und viel Gefühl © Privat