Wie viel Wirklichkeit steckt in einem Bild? Mit dieser Frage setzte sich der Künstler und Spitzenkoch Peter Troißinger aus Fehring in seinen neuen Arbeiten auseinander. Sechs Werke mit dem Titel „Karin (KI) + Ich“ präsentierte er beim siebten Künstlertreff im Forum des Kleine-Zeitung-Büros in Feldbach.
Dynamische KI-Werke
„In die Bilder muss man sich einschauen. Sie sind sehr dynamisch“, eröffnete Franz Wieser, ein langjähriger Wegbegleiter Troißingers, die Ausstellung. Faszinierend sei für ihn, wie Troißinger das Thema KI künstlerisch aufgreift: „Bei vielen Künstlern weiß ich, wo es hingeht, bei Peter ist das jedes Mal anders. Er erschafft jede Woche ein neues Universum. Und mit dem Thema KI ist er nicht allein. Selbst der Papst hat in seiner Enzyklika die gleichen Sorgen geäußert.“
Troißinger setzt sich erst seit eineinhalb Jahren intensiver mit dem Thema auseinander. „Aus unterschiedlichen Motiven von Magazinen baue ich mir Collagen. Anschließend sortiere ich aus und verändere Teile mit Ölfarben“, erklärt er den Schaffensprozess. Die KI dient ihm dabei als Werkzeug und Inspirationsquelle: „Sie hat ihre schlechten Seiten, für mich ist sie aber wie eine Schreibmaschine, und am Ende bin ich die letzte KI.“
Kunst soll ermutigen
Im Mittelpunkt seiner Werke steht die Wahrnehmung, aber auch Themen wie Manipulation und Desinformation werden aufgegriffen. Mit seiner Kunst möchte er junge Menschen ermutigen, modern zu denken und neue Wege zu gehen. Entscheidend seien dabei Leidenschaft und die Freude am Tun.