Im Vorjahr standen die traditionellen Sommerkonzerte des Symphonischen Orchesters Leibnitz (SOL) ganz im Zeichen des 40-jährigen Bestandsjubiläums. Unter der Leitung seines langjährigen Dirigenten Johann Assinger brillierte das rund 60-köpfige Orchester mit einem vielseitigen „Best of“ aus vier Jahrzehnten.

Neuer Dirigent

Heuer ist einiges anders – allen voran der Dirigent: Nach seinem geglückten Debüt bei den Neujahrskonzerten 2026 wird Wolfgang Rieger Mitte Juni zum ersten Mal bei den Sommerkonzerten den Taktstock schwingen. Der Auftakt geht am Freitag, dem 19. Juni, um 20 Uhr in der Steinhalle Lannach über die Bühne. Zwei Tage später gibt es mit der Matinee im Kulturzentrum Leibnitz (11 Uhr) ein Dacapo.

Wolfgang Rieger steht seit heuer am Dirigentenpult
Wolfgang Rieger steht seit heuer am Dirigentenpult © SOL

Der erste Teil des an beiden Tagen identischen Konzertprogramms ist geprägt von Riegers Leidenschaft für die klassische Musik. Mit der Ouvertüre zu Coriolan von Ludwig van Beethoven und der Sinfonie Nr. 102 von Joseph Haydn hat sich der ausgebildete Cellist, Komponist und Dirigent für zwei Meisterwerke der Klassik entschieden.

Junger Solist

Nach der Pause gibt es einen musikalischen Tapetenwechsel. Mit Leonhard Jud tritt ein talentierter Schüler der Musikschule Leibnitz als Solist auf. Beim Konzert für Orchester und Marimba von Emmanuel Séjourné wird der preisgekrönte Musiker zeigen, wie vielseitig das Schlaginstrument mit den hölzernen Klangplatten ist. Den krönenden Abschluss bildet schließlich ein mitreißendes Medley mit Musik der Jazzlegende Duke Ellington.

Leonhard Jud brilliert als Solist auf der Marimba
Leonhard Jud brilliert als Solist auf der Marimba © SOL

Um dem Publikum ein einmaliges Konzerterlebnis bieten zu können, wird seit Anfang des Jahres wöchentlich geprobt. „Die Arbeit mit dem Symphonischen Orchester Leibnitz macht mir großen Spaß, ich sehe das als langfristiges Engagement“, betont Rieger. Voll des Lobes für ihren neuen Dirigenten ist auch Obfrau Claudia Baumgartner: „Es hat von Anfang an gut gepasst, wir verstehen uns nicht nur als Orchester, sondern auch als große Gemeinschaft.“