„So viele haben bei uns einen alten Traktor, ein Moped oder ein Teifelwerk daheim, das nur in der Scheune herumsteht. Und bei der Fahrt können sie das endlich einmal herausholen und zeigen, wie gut es geht“, erklärt Alois Hausleitner enthusiastisch. Er ist der Obmann des Vulkanland Oldtimer Club Mühldorf (VOCM) und Veranstalter der ersten Vulkanland-Wertungsfahrt am 6. Juni 2026.

Der präziseste Fahrer gewinnt

Von Zweirad über Traktor bis Young- und Oldtimer sind viele Fahrzeugtypen bei dem Bewerb erlaubt: „Es soll ja für alle in der Region etwas sein. Jeder kann mitmachen“, betont Hausleitner. Ab 9 Uhr treffen sich die Teilnehmenden bei der Mehrzweckhalle Mühldorf, um dann im Laufe des Tages herauszufinden, wer der präziseste Fahrer ist.

Der Umstand, dass bei der Wertungsfahrt dieses Oldtimer Clubs nicht der Schnellste gesucht wird, mag auf Menschen, die wenig mit Oldtimern zu tun haben, auf den ersten Blick komisch wirken, ist aber ganz logisch: „Ein Traktor fährt die Strecke in drei Minuten und ein anderes Fahrzeug in 50 Sekunden. Damit das vergleichbar ist, machen wir eine Gleichmäßigkeitsfahrt. Das gibt es bei vielen Vereinen“, erzählen Hausleitner und Marliese Ruckenstuhl, Kassierin.

Erste Wertungsfahrt seit Langem in Feldbach

Tatsächlich ist dieses Wertungssystem weit verbreitet, in der Südoststeiermark gab es allerdings schon lange keine solche Fahrt mehr, betont der Obmann: „Was wir machen, ist einzigartig. Nur in den 70er-Jahren erinnere ich mich noch an eine Wertungsfahrt von Ilz aus durch den Bezirk.“

Für den Feldbacher Bewerb ist allerdings eine kürzere Strecke vorgesehen. Etwa 1100 Meter lang ist die Strecke im Ortsteil Petersdorf und muss zweimal absolviert werden. Wer bei den Rundenzeiten die geringste Abweichung hat, gewinnt und darf sich auf einen Preis freuen. Insgesamt gibt es Preise im Wert von 3000 Euro.

Hoffnung auf gutes Wetter für die Wertungsfahrt

Mit der ersten Vulkanland-Wertungsfahrt erfüllen sich die rund 60 Vereinsmitglieder einen kleinen Traum, den sie seit der Gründung 2007 hegen. Bisher habe man Ausfahrten im eigenen Kreis, das Treffen „Oldmetoll“ oder das „Einwintan“ organisiert, so Ruckenstuhl: „Die Organisation jetzt ist allerdings schon ein ordentlicher Aufwand“, gibt sie Einblick in den Verein. Die Mitglieder hoffen deshalb auf gutes Wetter, viele Teilnehmer sowie Zuschauer und betonen: „Es geht um den Zusammenhalt und den Spaß am Fahren.“