Eisstock-Staatsliga: In zwei Tagen um den Titel
Mit dem EK Feldkirchen und dem GSC Liebenfels sind gleich zwei Kärntner Damenteams im wichtigsten heimischen Mannschaftsbewerb dabei, haben aber nur Außenseiterchancen.

Die Eisarena Salzburg, in welcher sonst die Roten Bullen dem Puck hinterherjagen, wird ab Samstag zum Hauptschauplatz des Eisstocksports. 16 Teams aus ganz Österreich sind an zwei Tagen in der Mannschafts-Staatsliga der Damen im Einsatz und spielen sowohl um die wichtigste heimische Trophäe als auch gegen den Abstieg. Zu den Favoriten gehören der zweifache Titelverteidiger ESV Neustift-Innermanzing (NÖ) und der steirische ESV Vornholz, der überraschend seine Teilnahme an der Sommerliga aufgrund von Terminüberschneidungen abgesagt hat.
Unter den Vereinen sind auch zwei Kärntner Teams. Der EV Feldkirchen setzt dabei auf Zugpferd und Mannschaftsführerin Julia Omelko, die gerade erst im Einzel-Zielbewerb Zweite geworden war. Mit ihr im Team spielen Schwester Katharina Omelko, Silvia Süßenbacher, Lisa Rauter-Knes und Elena Minichberger, die als Ersatz dabei ist. Die 26-Jährige räumt ihrer Mannschaft allerdings nur Außenseiterchancen ein. „Unser Hauptziel ist es, in die Top vier zu kommen. Dann würden wir fix im Finale stehen und wären außerdem die Abstiegssorgen los“, so Omelko, die abseits vom Sport gerade die Ausbildung zur Physiotherapeutin absolviert. „Wir haben schon im Sommer souverän die Klasse gehalten, sollten am Eis eigentlich noch etwas stärker sein.“
Zu wenige Eishallen
Das Training gestaltet sich im Winter als äußerst schwierig, da es zu wenige Hallen gibt, die den Stocksportlern ihre Pforten öffnen. „Sogar in Klagenfurt wurden uns die Trainingszeiten gestrichen“, so Omelko. „Es geht aber dem Rest Österreichs auch nicht besser. Alle haben um Plätze und Zeiten in den wenigen Eishallen zu kämpfen. Im Sommer ist das um einiges einfacher. Daher geht die Liga auf den Asphaltbahnen auch über mehrere Wochen und nicht nur über zwei Tage.“
Ebenfalls am Start ist der GSC Liebenfels, der aber ebenso zu den Underdogs zählt. In zwei Wochen sind dann die Herren dran. Hier ist dem Liebenfelser Team um Kevin Kronewetter durchaus mehr zuzutrauen.
