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„Gewisse diskriminierende Aussagen können echte Dämpfer sein“

Von Freitag bis Sonntag findet in Ferlach der „3. Internationale Girls Futsal Cup“ statt. Vorurteile sind aber nach wie vor präsent. „Geht‘s doch in die Küche.“ „Ihr habt am Fußballplatz nichts verloren.“

Gerhard Markun und die Kickerinnen freuen sich auf den Hallenzauber
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Gerhard Markun und die Kickerinnen freuen sich auf den Hallenzauber
Denise Maryodnig
Redakteurin Sport

„Geht‘s doch in die Küche.“ „Ihr habt am Fußballplatz nichts verloren.“ „Die hört doch eh schnell wieder auf.“ Es sind nach wie vor solche Aussagen, die junge wie auch routinierte Fußballerinnen zu hören bekommen. Dabei wollen sie gar keine Vergleiche. „Der Frauenfußball wird häufig noch nicht angesehen. Es ist teilweise diskriminierend und ich glaube, dass solche Sätze für viele Mädels echte Dämpfer sind, was schade ist. Denn was wollen wir? Uns taugt es einfach, Fußball zu spielen und uns zu bewegen. Wir haben Spaß, man knüpft so viele neue Freundschaften und natürlich will man in Wettkämpfen auch zeigen was man kann. Es werden schließlich so viele andere Dinge hineininterpretiert“, sagt Maja Markun, Ferlacherin im Dress von Hartberg/FC Südburgenland (1. Frauen-Bundesliga), die aktuell die zweite Klasse der fünfjährigen HAK in der Akademie in Stegersbach absolviert. „Bei uns ist alles durchgetaktet, wir haben wenig Freizeit, aber nur so kommt man weiter. Ich habe als Vierjährige mit dem Fußball begonnen und ich könnte mir ein Leben ohne nicht mehr vorstellen“, erzählt die 15-Jährige, die ihren Traum lebt und sich auch nicht unterkriegen lassen will.

Ihr Vater, Gerhard Markun, war es 2020, der die „Soccer Girl Academy Kärnten“ ins Leben gerufen hat – zudem fungiert er als Obmann und Trainer. Während es 2019 in Kärnten im Nachwuchs gerade einmal ein Mädchenteam (Rosentaler Soccer Girls) gab, sind es inzwischen 30 (bis zur U14). „Seit Jahren laufe ich Türen ein, dass sich was tut. Davor haben primär Mädels gespielt, die es sich zugetraut haben gegen die Jungs zu kicken“, verdeutlicht der vierfache Familienvater, der hauptberuflich als Key Account Manager tätig ist.

„Wo wird ihnen das sonst vermittelt?“

Dementsprechend fiebert Markun „einem Hallenzauber mit freiem Eintritt“ entgegen. Von Freitag bis Sonntag wollen die Mädchen von der U9 bis zu den Frauen in der Ballspielhalle in Ferlach beim „3. Internationalen Girls Futsal Cup 2026“, der gemeinsam mit dem SF Rückersdorf veranstaltet wird, performen. Namhafte Vereine wie beispielsweise Sturm Graz, GAK, Hartberg/FC Südburgenland, ein kroatisches, slowenisches und sogar rumänisches Mädchen-Auswahlteam werden sich mit zahlreichen Kärntner Mannschaften messen – insgesamt sind es an die 50 Mannschaften.

„Manche machen hier ihre ersten Schritte oder erleben ihre ersten Turniererfahrungen und in den obersten Altersstufen herrscht schon ein hohes Niveau. Wir wollen die Mädels etwas vor den Vorhang holen, sie sollen sichtbar werden. Sie lernen Dinge fürs Leben, die ihnen niemand mehr nimmt. Wo wird ihnen das sonst vermittelt?“

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