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Einfach kombinieren, spektakulär schlemmen mit Herwig Ertl

Wie Herwig Ertl im köstlichsten Eck Kärntens zeigt, dass es oft nur wenige Zutaten braucht, um aromatisches Glück auf den Teller zu bringen.

© Stefan Pajman
Georg Hoffelner
Themenlead Kulinarik

Wenn man Herwig Ertl in seiner Edelgreißlerei in Kötschach-Mauthen besucht, wird man nicht einfach nur Kunde – man wird Mitspieler in einem kulinarischen Kartenspiel. Ein Produkt, eine Kombination, eine kleine Geschichte – und schon entsteht aus einer Handvoll Zutaten ein Snack, der nach Urlaub, nach Meer oder nach Kärntner Alm schmeckt.

Video – Viele Tipps vom Edelgreissler Herwig Ertl

„Es braucht nicht viel“, sagt Ertl, der seit Jahrzehnten Produzenten aus ganz Alpe-Adria zusammenbringt. „Ein gutes Öl, ein Tropfen Essig, ein Fischfilet – und man sitzt am Tisch und redet miteinander. Mehr ist gar nicht nötig.“ Damit beweist er, dass aus Spitzenprodukten keine komplizierten Gerichte werden müssen. Sondern schnelle, feine Kleinigkeiten – perfekt für einen Abend mit Freunden oder für die kleine Alltagsbelohnung.

Es sind diese kleinen Kombinationen, die Ertl wie nebenbei zaubert und die trotzdem Welten eröffnen. „Es geht um die Kommunikation am Tisch“, sagt er. „Ein bisschen reden, ein bisschen kosten – und die Produkte sprechen von selbst.“ Im „köstlichsten Eck Kärntens“ zeigt der Edelgreißler so, dass Genuss kein Menü braucht. Sondern nur Mut, die richtigen Zutaten in die Hand zu nehmen – und sie einfach zusammenzubringen.

Branzino-Carpaccio mit Collatura.
© Stefan Pajman
Branzino-Carpaccio mit Collatura.

Branzino-Carpaccio mit Collatura

Was man braucht: Branzino-Carpaccio von Irena Fonda, ein paar Tropfen Collatura di Alici (Sardellensauce), Olivenöl mit Zitrone

So geht’s: Den hauchdünn geschnittenen Fisch auflegen, Collatura vorsichtig darüberträufeln und mit dem Zitronenöl abrunden. Fertig. Der Fisch bleibt saftig, die Sardelle bringt Umami, das Öl Frische.

Mini-Pizza von der Schwiegermutterzunge.
© Stefan Pajman
Mini-Pizza von der Schwiegermutterzunge.

Mini-Pizza von der Schwiegermutterzunge

Was man braucht: „Schwiegermutterzungen“-Fladenbrot aus dem Piemont, Butter, Sardinen oder eingelegte Tomaten, Schwarzer Senf aus Lustenau (optional)

So geht’s: Fladenbrot buttern, mit Sardine oder Tomate belegen. Wer mag, setzt ein optisches Highlight mit schwarzem Senf. Ein Snack, der aussieht wie ein Designstück und schmeckt wie Italienurlaub.

Almschotten mit Bitterkräutern.
© Stefan Pajman
Almschotten mit Bitterkräutern.

Almschotten mit Bitterkräutern

Was man braucht: geräucherten Topfen („Almschotten“), eingelegter Radic di Mont (Milchlattich), ein paar Sardellenfilets, Orangenmostarda

So geht’s: Den Almschotten aufschneiden, mit den eingelegten Bitterkräutern, Sardellen und Orangenmostarda belegen. Perfekt auch als Topping auf einem Spiegelei. Der Mix aus Rauchigkeit, Bitterkeit und Salz überrascht – und macht süchtig.

Schwiegermutterzunge mit Sardellen und Orangenmostarda.
© Stefan Pajman
Schwiegermutterzunge mit Sardellen und Orangenmostarda.

Schwiegermutterzunge mit Sardellen und Orangenmostarda

Was man braucht: Schwiegermutterzunge, Bagnetto Verde (Petersiliencreme), Sardellen, Orangenmostarda, ein Spritzer Traubenessig

So geht’s: Fladenbrot mit Petersiliencreme bestreichen, Sardellen darauflegen, mit Mostarda und Essig abrunden. Schmeckt wie „Heringssalat light“.

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