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Seine ehrenamtliche Leidenschaft kennt keine Pension

Bernhard Brunner (80) aus Watschig engagiert sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich als Pistenretter und Bergretter sowie auch bei der Feuerwehr und ist ein Vorbild für viele.

Bernhard Brunner ist als „Mister Bergretter am Nassfeld“ bekannt
© KK/Privat
Bernhard Brunner ist als „Mister Bergretter am Nassfeld“ bekannt
Leonie Katholnig
Regionalbüro Oberkärnten

Wenn Bernhard Brunner (80) aus Watschig in Hermagor in den frühen Morgenstunden seine Spuren in den Schnee zieht, tut er das nicht für sich – sondern für andere. Seit mehr als 50 Jahren ist der Hermagorer ehrenamtlich für die Bergrettung im Einsatz. Er ist eine Institution, ein Vorbild, ein stiller Held im besten Sinn. „Unser Bernhard ist eine Institution unserer Ortsstelle“, sagt Horst Liebetegger, Leiter der Ortsstelle Hermagor. „Seine vorbildliche Einstellung und sein Humor sind bis heute unverändert geblieben.“ Angefangen hat alles in den 1980er-Jahren mit einem Schäferhund an seiner Seite – als Lawinen- und Suchhundeteam waren sie im Einsatz. Es folgten viele Jahre als Einsatzleiter und Kameradschaftsführer. Auch der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr Watschig ist Brunner seit Jahrzehnten treu. Und als Initiator des Mountainbike-Rennens in Watschig brachte er sportliche Bewegung ins Gailtal – bis heute zieht das Rennen viele Teilnehmer an.

„Mister Bergretter Nassfeld“

Seit 1969 ist der 80-Jährige Mitglied des Österreichischen Bergrettungsdienstes (ÖBRD) Hermagor. In diesen Jahrzehnten war er bei vielen Einsätzen, zumeist Suchaktionen und Bergungen aus schwierigem Gelände, dabei. Nach seiner Pensionierung zog er sich nicht zurück – er suchte eine neue Aufgabe. Am Nassfeld wurde er fündig: Seit mehr als 20 Jahren ist Brunner dort als Pistenretter unterwegs, mittlerweile nahezu täglich auf der Gartnerkofel-Seite. Mit Funkgerät und Erste-Hilfe-Tasche ausgestattet, versorgt er pro Saison bis zu 80 Verletzte – und ist längst bekannt als „Mister Bergretter am Nassfeld“. An die 60 Tage in der Wintersaison ist er freiwillig im Einsatz. Helfen – und damit der soziale Aspekt – liegt dem ehemaligen Haustechniker der Gailtalklinik im Blut.

„Wir profitieren enorm von seinem Wissen“, betont Liebetegger. „Bei Schulungen und Einsätzen ist er eine unschätzbare Stütze.“ Seine Erfahrung brachte ihm den Respekt von Flugrettung, Rotem Kreuz und sogar von vorbeikommenden Ärzten ein – nicht selten kann er mit mehr Routine und Ruhe aufwarten. Seit vergangenen Winter bekommt er Unterstützung von einem jungen Kollegen. Ob dieser einmal in seine Fußstapfen tritt? Möglich. Doch eines ist gewiss: Für Brunner ist Hilfe mehr als ein Auftrag – sie ist gelebte Leidenschaft. „Wir alle können uns Bernhard nur als Vorbild nehmen“, sagt Liebetegger. „So lebt man Ehrenamtlichkeit – mit Herz, Hingabe und einem kleinen bisschen Humor.“

Zur Person

Bernhard Brunner (80) ist seit mehr als 50 Jahren Mitglied der Bergrettung Hermagor und seit Jahrzehnten auch bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Beruflich war er als Haustechniker in der Gailtalklinik tätig.

In seiner Freizeit erkundet er mit dem Mountainbike das Gailtal und steht im Winter freiwillig als Pistenretter am Nassfeld im Einsatz.

© KK

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