Viele Profiteure und ein Pechvogel im WAC-Trainingslager
Die Wölfe schwärmten vom Trainingslager im spanischen Estepona, ein Leistungsträger verletzte sich erneut. Zwei Ivorer kommen nach Wolfsberg.

Am Dienstag beendete der WAC sein Trainingslager in Estepona (ESP). „Ein richtig gutes Trainingslager von den Bedingungen her und der Einstellung am Platz. Alle haben voll mitgezogen und machen es dem Trainerteam richtig schwer, für künftige Startelf-Zusammensetzungen zu entscheiden“, lobte Trainer Didi Kühbauer, dessen Team nach zwei Remis und zwei Siegen ungeschlagen aus Spanien zurückkam, am Freitag (16.30 Uhr) gegen Amstetten noch einmal testet, ehe am 31. Jänner Bregenz zum Cup-Viertelfinale antanzt.
In Abwesenheit von Stürmer Erik Kojzek (Mittelfußbruch) konnte sich Reservist Markus Pink zuletzt mit Toren in den Mittelpunkt rücken. „Wie für alle hat auch er eine neue Chance, hat es zuletzt gut gemacht“, sagt der Trainer, der künftig wieder auf Jonathan Scherzer verzichten muss. Der linke Außenverteidiger arbeitete gerade so hart am Comeback, sammelte Test-Minuten und verletzte sich nun wieder am Knie. Weshalb „im Frühjahr nicht viel passieren darf, weil der Kader klein ist“, sagt Kühbauer und fügt an, „dass wir die Augen am Transfermarkt weiter offenhalten.“ Auch Ex-Testspieler Peter Haring bleibt in den Hintergedanken, die erst schlagend würden, wenn Sechser Chibuike Nwaiwu noch ins Ausland wechseln würde. Kühbauer: „Letztstand ist, dass er bleibt. Aber man weiß nie: Geld regiert die Welt.“
Zwei afrikanische Perspektivspieler landen bald
Neu dazu kommen im Februar zwei Afrikaner, „die aber nicht sofort helfen können, sich erst einmal akklimatisieren müssen“, wie Kühbauer weiß. Claude Kouakou (20/Elfenbeinküste) kommt aus Israels zweiter Liga fürs offensive Mittelfeld, Defensivmann Aboubacar Sylla (21/Elfenbeinküste) wird aus dem Kongo verpflichtet.
Auch die Rolle Kühbauers ist bei Transfers im Lavanttal natürlich eine andere, als bei seinen Stationen bei Rapid oder dem LASK. In Wolfsberg agiert ein Trainer nebenbei auch als Sportdirektor. „Ja, es stimmt, wir sind mehr involviert. Je kleiner der Kreis ist, desto leichter ist es aber eigentlich auch. Bei Rapid arbeiten hier im Vergleich vielleicht sogar ein, zwei Leute zu viel mit. Aber auch beim WAC sind die Strukturen schon weit besser als vor zehn Jahren“, skizziert der Burgenländer.

