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Chronik

25 Steirerinnen und ihre Hoffnungen für 2025

Ob Medizin, Tierschutz, Bildung oder Wirtschaft – was es für 25 Steirerinnen für ein besseres 2025 braucht.

Simone Rendl
Simone Rendl
Simone Rendl
Redakteurin Bundesland Steiermark
vor 2 Jahren5. Jänner 2025 um 03:30
Steiermark
Wir haben 2024 einige feministische Rückschläge erleben müssen, der Frauenanteil in der österreichischen Politiklandschaft ist stark zurückgegangen. Deshalb wünsche ich mir, dass es bei den kommenden Gemeinderatswahlen ein Miteinander auf Augenhöhe gibt, Frauen in der Politik gesehen werden und es hoffentlich ein paar neue Bürgermeisterinnen geben wird. Unbezahlte und bezahlte Care-Arbeit muss mehr ins Zentrum gerückt werden, sie wird immer noch viel zu wenig wertgeschätzt. Die Zahl der Väter, die Karenz in Anspruch nehmen, ist immer noch peinlich gering. Was betont werden muss: Wir führen keinen „Kampf der Geschlechter“, Geschlechtergerechtigkeit sorgt für eine gesunde Gesellschaft.
Wir erwarten ein herausforderndes Jahr und gehen davon aus, dass sich vor allem das Konsumverhalten noch preissensibler entwickeln wird. Doch wir vertrauen auf wegweisende Entscheidungen der letzten Jahre, wie die Umstellung auf biodynamische Landwirtschaft.
Für ein gutes 2025 braucht es einen magischen Steirerjanker mit regenbogenfarbenem Innenfutter, der nicht zu eng geknöpft werden kann, landesweite Frauenstreiks vor traditionellen Festen und Feiertagen, um klarzumachen, wer das Brauchtum in Wirklichkeit stemmt, sowie im Lehrplan integrierte Programme für Bubenarbeit zu den Themen Rollenbilder und Gewaltverhältnisse ... und vielleicht noch Gelassenheit für alle.
Wenn sich der Gesundheitssektor stärker für Hightech öffnet und Künstliche Intelligenz zulässt, dann sehe ich für die Start-up-Szene gute Prognosen. Andere Länder beschreiten schon diesen Weg.
2025 braucht weniger Angst, mehr Solidarität und den Mut, die Gegenwart kritisch zu hinterfragen. 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sollten wir uns daran erinnern, dass demokratische Werte keine Selbstverständlichkeit sind und einen gemeinsamen Konsens erfordern.
Ich wünsche mir eine offene Gesellschaft, die Komplexität anerkennt, statt in moralischen Abgrenzungen zu verharren. Kunst zeigt uns eindrücklich, dass es keine einfachen Antworten gibt – und erinnert uns daran, wie Vielfalt, Hoffnung und Wunder unser Leben bereichern
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