Kennen Sie dieses Zitat aus dem Film „Blues Brothers“? „Welche Musik spielen Sie für gewöhnlich hier“, fragt Elwood im Film. Die Antwort: „Oh, wir haben beides: Country und Western.“ Bei New Adits (Verein Flechtwerk und Innenhofkultur) ist es nicht so einfach, da ist Musik gleichbedeutend mit einer Reise in vielleicht noch unbekannte Welten.
Von 20. bis 23. November haben Ingrid Schmoliner und Matthias Erian wieder ein Festival programmiert, das seinesgleichen sucht: Zwischen Klanginstallation und Performance, zwischen Elektro-Noise und mikrotonaler Musik. In der Villa For Forest (Viktringer Ring) und der Markuskirche geht es weniger um Genre, als um die Liebe zur Musik. „Die Faszination für mich ist es, wie die Musikerinnen und Musiker ihre Instrumente benutzen“, sagt Schmoliner. Es gehe um Innovation, aber auch um das Echte, um Improvisation wie auch Komposition. „Die Berührbarkeit ist in einem Rahmen wie dem unseren auch ganz anders.“
Genres spielen hier keine Rolle
Und so treten Multiinstrumentalisten wie Kazuhisa Uchihashi (Do., 21. Nov., 20 Uhr) auf, der zwischen Gitarrensound, Loops und Daxophon (das z. B. mit einem Cello-Bogen gestrichen wird) hin und her grätscht. Abu Gabi (Mi., 20. Nov., 22.30 Uhr) ist Elektro, Noise und eigentlich alles: Die in Wien lebende Künstlerin ist live eine Urgewalt. Oder Zinc & Copper (ein Low Brass-Ensemble): Das Trio lädt in der Markuskirche zur Erkundung des Raumes ein (Do., 21. Nov., 21 Uhr). Cellist Lukas Lauermann hingegen zeichnet sich durch sehr feine und atmosphärische Kompositionen aus (Do., 21. Nov., 22 Uhr). Weitere Acts sind u. a. Pascale Berthelot, Hanno Leichtmann, Maria Komarova oder Susanne Fröhlich. Denise Zaros, Obfrau des Vereines Innenhofkultur, gibt noch einen Tipp: „Fragen stellen, auch den Künstlerinnen und Künstlern.“ Das baut Schranken ab.