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Warnsystem per Handy: Ab Montag wird endlich getestet

Überflutung, Hagel, Polizeieinsatz: Am 9. September wird der Testbetrieb für Warnungen per Smartphone freigeschalten. Es ist der Start für den AT-Alert.

Extreme Gefahr: Solche Probewarnungen wie in Bayern werden ab 9. September auch in der Steiermark verschickt
© IMAGO / Frank Hoermann/sven Simon
Extreme Gefahr: Solche Probewarnungen wie in Bayern werden ab 9. September auch in der Steiermark verschickt
Gerald Winter-Pölsler
Stv. Leiter Steiermark-Ressort

„Nein, es ist keine Warn-SMS“, schüttelt Günter Hohenberger von der Landeswarnzentrale Steiermark den Kopf. „Es braucht keine eigene App, das ‚Cell Broadcast Service‘ spricht direkt das Betriebssystem des Handys an. Die Warnung erscheint also direkt am Smartphone.“ Seit Jahren diskutiert man in Österreich über die Möglichkeit, die Bevölkerung vor Überflutungen, Hagel, Chemieunfällen oder großen Polizeieinsätzen via Handy zu warnen, wie es in anderen Ländern längst Usus ist. Immer wieder hat sich das Projekt verzögert, jetzt geht es als AT-Alert ab Montag, den 9. September, in allen Bundesländern in den Testbetrieb.

„Virtuell haben wir es schon getestet, das funktioniert“, sagt Hohenberger. Jetzt beginnt man mit kleinen Gemeinden und schaut, ob es bei allen unterschiedlichen Smartphones klappt. Dann rollt man es den September über weiter aus. Die Warn-Nachrichten werden jedenfalls als Test erkennbar sein, versichert man seitens des Landes. In Grenznähe können Bürgerinnen und Bürger auch Warnungen von anderen Bundesländern bekommen.

AT-Alert warnt per Handy vor Unwetter & Co.

Dieser AT-Alert basiert auf dem sogenannten „Cell Broadcast“: Damit können Nachrichten verschickt werden, ohne personenbezogene Daten abzufragen oder zu nutzen. „Es ist eine Ergänzung zu den Sirenen“, sagt Hohenberger. Die gibt es natürlich weiterhin und werden am 5. Oktober landesweit getestet.

Ein typisches Szenario für den AT-Alert wäre das schwere Unwetter heuer in Deutschfeistritz gewesen. Man hätte die betroffene Bevölkerung direkt per Nachricht aufs Handy warnen können. „Mit einem Alarm, wenn noch genug Zeit gewesen wäre; oder mit dem Aufruf zur Evakuierung“, so Hohenberger.

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