Conny Hütter: Von der flackernden Flamme zum Kugel-Feuerwerk
In einem dramatischen Finale schnappte sich Conny Hütter ihre erste Kristallkugel. Der Lohn für ganz harte Arbeit.
Nicht nur einmal in dieser Saison blickte Conny Hütter zurück, auf die schwierigste Zeit ihrer Karriere. Nach mehreren Bänderrissen hätte sie viel Zeit gehabt, um nachzudenken. Die Flamme in ihr drohte zu erlöschen, an manchen Tagen flackerte sie nur noch, sagte die Steirerin oft. „Da habe ich dann nicht einmal aufstehen können, um mir ein Glas aus der Küche zu holen.“
Einige Monate später stand sie dann im Zielraum von Saalbach-Hinterglemm und holte sich wohl nicht nur die begehrteste Glaskugel im Speed-Bereich, sondern stemmte diese in den regnerischen Salzburger Himmel, um kurz danach auf den Boden zu sacken und sich mit der Kugel in der Hand in den Schnee zu setzen – einfach umwerfend eben.
Kämpferin, Vorbild, Siegfahrerin – die Conny aus Kumberg hat sich nicht nur innerhalb des ÖSV einen Namen gemacht, ist gereift und geht voraus. Aus der „Conny Karacho“, die sie zu Beginn ihrer Karriere noch allzu oft war, wurde eine überlegte Anführerin, die nicht nur in der Ski-Welt für ihre ehrliche Art und Weise geschätzt wird. Ihre erste Kugel ist der Lohn für die berühmte „harte Arbeit“, die so oft übersehen wird. Aufgeben ist keine Option, das beweist Hütter wie kaum eine andere Sportlerin.