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Iraschko-Stolz: "Sara ist in einer schwierigen Situation"

Heute (17 Uhr) steigt bei der Nordischen WM in Planica das Einzelskispringen der Damen auf der Normalschanze. Eva Pinkelnig gilt als Favoritin, hinter Sara Marita Kramer steht ein großes Fragezeichen.

Daniela Iraschko-Stolz (links) und Sara Marita Kramer bei der WM 2021 in Oberstdorf
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Daniela Iraschko-Stolz (links) und Sara Marita Kramer bei der WM 2021 in Oberstdorf

Alles anschnallen – die Skispringerinnen heben heute (17 Uhr, ORF 1 live) bei der WM in Planica auf der Normalschanze in ihren ersten von insgesamt vier Bewerben ab. Und die Aussichten auf das erste Gold in Rot-weiß-Rot bei der Medaillenjagd in Slowenien sind durchaus vielversprechend: Die Gesamtweltcupführende Eva Pinkelnig landete fünf ihrer sechs Saisonsiege auf einem kleinen Bakken. Und auch die wiedererstarkte Chiara Kreuzer stand heuer in Hinzenbach bereits einmal auf dem obersten Treppchen. Komplettiert wird das ÖSV-Quartett von Julia Mühlbacher und Sara Marita Kramer.

Hinter der Form von Kramer, die im Vorjahr noch zum Sieg im Gesamtweltcup geflogen war, steht im Gegensatz zu ihren Teamkolleginnen ein großes Fragezeichen. Zuletzt hatte die 21-Jährige nach schwachen Ergebnissen fünf Wochen pausiert und sich individuell auf die WM vorbereitet. Dabei erhielt die Salzburgerin ("Ich war zuletzt in einer Negativspirale drinnen und habe versucht, wieder das richtige Körpergefühl zu finden") auch tatkräftige Unterstützung von Daniela Iraschko-Stolz.

Kramer kann ihre Flugstärke nicht ausspielen

Die Grande Dame des Skispringens, die aufgrund anhaltender Knieprobleme die Saison ohne absolvierten Wettkampf vorzeitig beenden musste ("Ich habe extrem viel investiert, um bei der WM dabeisein zu können, doch es ist sich nicht ausgegangen. Jetzt möchte ich nächste Saison wieder voll angreifen") stand Kramer beim Training in Seefeld beratend zur Seite. Ihr Fazit: "Sara ist in einer schwierigen Situation. Ihre große Stärke ist der Flug, doch kann sie das gerade nicht so ausnützen, weil sie es nicht schafft, beim Absprung Hüfte und Kniewinkel gleichzeitig zu öffnen."

Doch spiele sich der Großteil der Probleme wie meistens im Skispringen ohnehin im Kopf ab. "Sara ist eine Perfektionistin und versucht jetzt, überall bei ihrer Technik ein klein wenig herumzuschrauben. Dabei sollte sie einfach einmal ihr Herz in die Hand nehmen und drauflos springen. Aber ohne Selbstvertrauen ist das natürlich nicht einfach", weiß Iraschko-Stolz, die aber auch etwas Positives in der aktuellen Krise ihrer Freundin ortet: "Diese schwierige Zeit ist sehr lehrreich und sie kann davon viel mit in ihre Zukunft nehmen." Jetzt hieße es für Kramer, "die Saison noch durchzubeißen. Dann hat sie den ganzen Sommer Zeit zum Reflektieren und kann gestärkt zurückkehren".

Bessere Chancen als bei der WM 2021

Prognose hinsichtlich der bevorstehenden Skisprung-Bewerbe der Damen will Iraschko-Stolz, die 2021 mit Kramer, Kreuzer und Sophie Sorschag zu Mannschafts-Gold geflogen war, keine abgeben, aber: "Bei einer WM kann alles passieren. Und wir haben sicher bessere Chancen, als vor zwei Jahren in Oberstdorf." Der Team- und der Mixed-Bewerb finden auf der Normalschanze statt. "Da geht es bestimmt extrem eng her. Wir zählen sicher zu den Favoriten, aber man darf sich keinen Fehler erlauben."

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