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Bürgermeister Silly: "Gerhard Roth war ein großer St. Martiner, der alle gesehen hat"

Schriftsteller Gerhard Roth ist Dienstagabend im Alter von 79 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Er lebte mit seiner Frau in St. Martin im Sulmtal, wo man ihn und seine wertschätzende Art sehr achtete.

Gerhard Roth in seinem Haus in der Südweststeiermark
© KANIZAJ Marija-M. | 2017
Gerhard Roth in seinem Haus in der Südweststeiermark
Barbara Kahr

Gerhard Roth ist tot. Er verstarb nach schwerer Krankheit im Alter von 79 Jahren. Roth lebte mit seiner Frau in St. Martin im Sulmtal. "Mit ihm haben wir eine große Persönlichkeit verloren", sagt Bürgermeister Franz Silly.

Er habe oft lange und intensive Gespräche über Gott und die Welt mit ihm geführt. Immer wertschätzend, immer das Ganze im Blick. "Es waren Gespräche auf Augenhöhe, er hat mich nie nur als Bauernbub gesehen. Niemanden. Gerhard Roth war ein großer St. Martiner, der alle gesehen hat. Egal, wer sie waren", blickt Silly zurück.

Ein Zentrum für Kunst und Kultur

Und der Schriftsteller wollte den Menschen in der Region, in der er zuhause war, auch etwas zurückgeben. Das Greith-Hausim Ortsteil St. Ulrich im Greith trägt seine Handschrift. "Mit ihm ist es gelungen, in der Peripherie ein Zentrum für Kunst und Kultur zu schaffen", sagt Isabella Holzmann, Leiterin des Greith-Hauses. Anlässlich seines 80. Geburtstages wollte man ihm zu Ehren im Juni seine Filme, Werke und eine Ausstellung präsentieren. Er wollte dabei sein. "Das Greith Haus steht dank ihm heute so da. Er war ein außergewöhnlicher Mensch", erzählt Holzmann. Wie Silly hatte auch sie die Gespräche bei Roth zuhause im Garten unter dem Nussbaum geschätzt. Erinnerungen, die sie nie vergessen werde. Roths Werke werden im Juni wie geplant gezeigt. Genaueres könne man aufgrund der Umstände noch nicht sagen.

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