Star-Trainer Dirk Lange bekommt einen Assistenten
Der steirische Schwimmverband fordert mehr finanzielle Mittel. Dirk Lange bekommt mit Kevin Höfferer einen Assistenten.

Die Grazer Auster ist weit davon entfernt, dem Sport uneingeschränkt zur Verfügung zu stehen. Der Mangel an Wasserfläche für den Schwimmsport ist aber nur eine der Sorgen, mit denen der neue Vorstand rund um Präsident Hugo Schuster zu kämpfen hat. Der sitzt auch im Landessportfachrat, der vergangene Woche Forderungen ausarbeitete, die dem Sport auf die Sprünge helfen sollen. Wenig überraschend ist die Forderung nach mehr finanziellen Mitteln die erste auf der Liste. Die Sportverbände fordern eine „Verdoppelung des ordentlichen Sportbudgets, um Anschluss an die anderen Bundesländer zu finden“. Dazu fordert man neben der ASKÖ-Halle und dem neuen Sportpark Hüttenbrennergasse weitere Sportstätten. Die Schwimmer eben mehr Wasserfläche, denn: „Im Winter gibt es in Graz zwei öffentliche Bäder. Manche Vereine müssen mit 20 Kindern auf einer Bahn trainieren, das bringt gar nichts“, sagt Schuster.
Es sei an der Zeit, hier nachzujustieren, sagt Schuster, der etwa auf die Anlage der Wasserspringer in der Auster verweist. Dort gebe es zwar einen 5-m-Turm, aber: „Wir dürften dort eine halbe Stunde pro Woche trainieren. Und zwar dann, wenn es nicht passt.“ So seien gezielte Förderung des Sports und eine Ausweitung in die Breite nicht wirklich möglich, bekrittelt er.
Lange bekommt Verstärkung
Im Spitzensport hat sich aber auch etwas getan: Dirk Lange, der Cheftrainer des Landesleistungszentrums, bekommt Verstärkung. Ihm wird mit Kevin Höfferer ein Assistenztrainer zur Seite gestellt, der Lange in der Arbeit mit den rund 16 Athleten entlasten kann und soll – finanziert wird er zu je einem Viertel vom Landesverband und den drei Grazer Vereinen ATSE, USC und ATG. Der deutsche Weltklassetrainer kann sich so noch besser um Caroline Pilhatsch kümmern. Deren Ziel ist klar: Olympia 2020 in Tokio. Noch fehlt das Limit, das will man „kurz vor Weihnachten bei einem Meeting in Györ oder zu Beginn des neuen Jahres in Luxemburg schaffen“, sagt Lange, der gerade mit Pilhatsch auf dem Weg zu einem Meeting in Russland ist.

Von dort geht es weiter nach Katar. Noch vor dem Angriff auf Olympia wartet Anfang Dezember die Kurzbahn-Europameisterschaft in Glasgow. „Und da ist das Ziel ganz klar eine Medaille“, sagt Lange, „denn wenn wir das bei einer WM geschafft haben, muss es auch bei einer EM klappen.“ Zu seinem neuen Assistenten sagt er: „Ich habe mir das schon lange gewünscht, so bessert sich das Betreuungsverhältnis wenigstens ein bisschen.“