ElektronikhandelsketteNach Tod des Gründers: Ringen um Media-Saturn dauert an

Die Eigentümer von Media-Saturn ringen auch nach dem Tod des Firmengründers und Minderheitseigners Erich Kellerhals um die Zukunft der größten europäischen Elektronikhandelskette.

© (c) AP (MARTIN MEISSNER)
 

Die Gespräche zwischen Media-Saturn Mehrheitseigner Ceconomy und der Familie Kellerhals sollten fortgesetzt werden, es gebe weiter Kontakte, sagten mehrere Insider am Wochenende.

Ziel sei es, die Familie Kellerhals herauszukaufen. Dem "Spiegel" zufolge stellt die Holding Ceconomy den Kellerhals-Erben indes eine Bedingung: Sie müssten den längst vorliegenden Jahresabschluss von Media-Saturn unterschreiben und somit die vorgesehene Ausschüttung des Gewinns an die Eigner beschließen. Die Kellerhals-Seite verweigere dies bisher unter Verweis auf Bewertungsfragen.

Sprecher von Ceconomy und Kellerhals Holding Convergenta wollten sich nicht äußern.

Clinch beschäftigte auch die Gerichte

Kellerhals war am Ende Dezember im Kreis seiner Familie verstorben, am Freitag wurde er beigesetzt. Ceconomy-Aktien hatten nach seinem Tod zugelegt - die Anleger setzten auf ein Ende des langen Streits. Mit dem Hauptgesellschafter Metro und später mit deren Abspaltung, der Elektronikhandelsholding Ceconomy, lag Kellerhals seit 2011 im Clinch über die Geschäftspolitik, der auch die Gerichte beschäftigte. Zuletzt hatten beide Seiten erneut versucht, unter Vermittlung des Investors Clemens Vedder eine Lösung zu finden.

Die Gespräche liefen weiter, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Ceconomy-Chef Pieter Haas hatte erst im Dezember gesagt, es sei kein Geheimnis, dass eine Trennung die beste Lösung sei. Der Kellerhals-Clan hält rund 21 Prozent an Media-Saturn, der Rest liegt bei Ceconomy. Für die aus dem Handelsriesen Metro hervorgegangene Holding ist Media-Saturn die größte Beteiligung.

Vertreter der Kellerhals-Firma Convergenta hatten sich in der Vergangenheit geweigert, den Jahresabschluss bei Media-Saturn abzuzeichnen. Convergenta könne Bewertungen einiger ausländischer Tochtergesellschaften in der Bilanz nicht nachvollziehen, hatten Insider im Dezember berichtet. Die Unterschrift fehle weiter, sagten Insider nun. Ceconomy dränge auf die Unterzeichnung. Fehlt diese, ist der Jahresabschluss nicht festgestellt und es gibt keine Ausschüttung. Insider hatten sagten indes schon im Dezember betont, die Ausschüttungsfähigkeit von Ceconomy sei trotzdem gesichert. Die Ceconomy-Aktionäre sollen für das Geschäftsjahr 2016/17 eine Dividende von 0,26 Euro je Stammaktie erhalten.

Kommentare (1)

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CuiBono
0
7
Lesenswert?

Schön langsam wird es peinlich

Wie wäre es mit ein wenig Korrekturlesen?

Ist ja grauenhaft, das Gestammel da oben.

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