Der Felssturzes kam dennoch überraschend und in einem solchen Ausmaß völlig unerwartet. Gunther Heißel zur Apa (Austria Presseagentur): "Niemand hat die Situation für so extrem gehalten!" Nach drei Erkundungsflügen über das Gefahrengebiet sieht der Landesbiologe eine Verkettung mehrerer Umstände als Ursache. "Erstens das Gestein selbst: Es handelt sich um schwarzen Schiefer, der auch im trockenen Zustand extrem rutschfreudig ist. Wenn Wasser hinzukommt, gibt es kein Halten mehr. Zweitens das sehr steile Gelände und drittens hat es diesen Sommer extrem geregnet, da war noch Restfeuchtigkeit im Berg drin. Wenn es zu Temperaturschwankungen wie in den letzten Tagen kommt, mit Plusgraden am Tag und Minusgraden in der Nacht, dehnen sich die Felsspalten aus und es kann wiederum Wasser eindringen."
Felssturz in Tirol
Geologe: Berghang war als gefährlich bekannt
Zum Schutz der am Heiligen Abend verschütteten Landesstraße seien deshalb Maßnahmen "bereits relativ weit in der Planung" gewesen, sagt der Tiroler Landesgeologe Gunther Heißel.
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