5000 Gäste

So war der Wiener Opernball

Zum 61. Mal ging in der Nacht von Donnerstag auf Freitag der restlos ausverkaufte Wiener Opernball über die Bühne. Der Ball wurde vom Tod von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) überschattet.

WIENER OPERNBALL 2017
© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Vor Beginn der Eröffnung des 61. Opernballs wurde eine Trauerminute abgehalten, Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) bat die rund 5000 Ballgäste darum. Tief betroffen äußerte sich auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

Kern sprach von einem großen Tag der Trauer. Mit "Sabine Oberhauser verlieren wir einen großartigen Menschen", sagte Kern mit Tränen in den Augen. Sie würde es schätzen, wenn Sie sich heute amüsieren, im Gedenken an eine große Frau", sagte der Bundeskanzler von der Mittelloge aus vor der Eröffnung zu den Ballgästen. Tief betroffen äußerte sich zuvor auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen. "Meine Gedanken sind bei Sabine Oberhauser", sagte Van der Bellen. Das Ableben der 53-Jährigen gehe ihm "sehr nahe", sagte der Bundespräsident in einem emotionalen Statement.

Wiener Opernball: Impressionen der Eröffnung

Der 61. Opernball bot einmal mehr - trotz der Tragik um den plötzlichen Tod der Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser - künstlerische Höhepunkte.  

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Die Eröffnung des Balls startete mit der obligaten Fanfare von Karl Rosner, gefolgt mit der Bundes- und Europahymne. Das Jungdamen und Jungherren-Komitee - darunter "Miss Austria" Dragana Stankovic und "Mister Austria" Philipp Rafetseder - zog zur "Polonaise" aus der Oper "Eugen Onegin" von Pjotr Iljitsch Tschaikowski ein.

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Stardesigner Karl Lagerfeld hat heuer die Tiara der Debütantinnen entworfen. Die Jungdamen trugen heuer keine Blumensträuße, dafür hatten die Jungherren eine silberne Rose in der linken Hand.

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Dann stand ein erster künstlerischer Höhepunkt auf dem Programm. Das Ballett der Wiener Staatsoper zeigte den von Lukas Gaudernak choreografierten Walzer "Künstlerleben".

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Zum ersten Mal dirigierte mit der Italienerin Speranza Scappucci eine Frau das Wiener Staatsopernorchester. Nach der weltberühmten Ouvertüre zu "Carmen" von Georges Bizet kam das absolute Highlight des Abends.

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Der stimmgewaltige Startenor Jonas Kaufmann schmetterte "La fleur que tu m' avais jetee" aus "Carmen" sowie "Dein ist mein ganzes Herz" aus "Das Land des Lächelns" von Franz Lehar durch den Ballsaal. Scappucci und Kaufmann ernteten tosenden Applaus.

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Die 144 Debütanten hatten heuer unter der Leitung von Ballprofi Roman Svabek die "sehr liebliche und beschwingte" Polka "Künstler-Gruss" von Josef Strauß einstudiert. Dabei bildeten die Debütanten kleine Rosen-Formierungen. Am Ende überreichten die Herren den Damen schließlich in Anspielung auf die Oper "Der Rosenkavalier" die silberne Rose.

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Mit "An der schönen blauen Donau" von Johann Strauß Sohn schlossen die Debütanten ihren Auftritt ab. Nach einem gemeinsamen "Alles Walzer" war das Parkett schließlich auch für das Publikum freigegeben.

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Zahlreiche Politiker vermieden den Gang über den Roten Teppich. Sämtliche SPÖ-Politiker kündigten bereits im Vorfeld an, gleich nach der Eröffnung den Ball wieder zu verlassen. Nicht lange bleiben wollten auch die Mitglieder der ÖVP, sie hatten teilweise aber Staatsgäste geladen.

Die künstlerische Eröffnung des Balls startete mit der obligaten Fanfare von Karl Rosner, gefolgt mit der Bundes- und Europahymne. Das Jungdamen und Jungherren-Komitee - darunter "Miss Austria" Dragana Stankovic und "Mister Austria" Philipp Rafetseder - zog zur "Polonaise" aus der Oper "Eugen Onegin" von Pjotr Iljitsch Tschaikowski ein. Stardesigner Karl Lagerfeld hat heuer die Tiara der Debütantinnen entworfen. Die Jungdamen trugen heuer keine Blumensträuße, dafür hatten die Jungherren eine silberne Rose in der linken Hand.

Von Trauerfall überschattet: Politiker beim Opernball

Der Tod von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) nur wenige Stunden vor der Eröffnung überschattete am Donnerstag den Opernball.

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Die meisten Regierungsmitglieder und der Bundespräsident blieben nur kurz in der Staatsoper - und sowohl Bundeskanzler Christian Kern als auch Alexander Van der Bellen (im Bild mit ihren Ehefrauen Eveline Steinberger-Kern und Doris Schmidauer) erklärten sichtlich tief erschüttert in der ORF-Liveübertragung den Grund für ihren Abschied gleich nach einer Trauerminute.   

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Van der Bellen und Schmidauer mit Staatsoperndirektor Dominique Meyer (links) und Opernball-Organisatorin Maria Großbauer (rechts)

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Nationalrats-Präsidentin Doris Bures (SPÖ), Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und Finanzminister Hans Jörg Schelling (beide ÖVP)

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Die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, und Finanzminister Schelling mit Ehefrau Ursula.

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Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) mit Gattin Christine.

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Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) mit Ehefrau Christine.

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Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP)

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Der scheidende Landeshauptmann von Niederösterreich, Erwin Pröll (ÖVP), mit seiner Ehefrau Sissi.

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ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka (ÖVP) mit seiner Gattin Franziska.

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Wien FPÖ-Vizebürgermeister Johann Gudenus mit Begleitung

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Dann stand ein erster künstlerischer Höhepunkt auf dem Programm. Das Ballett der Wiener Staatsoper zeigte den von Lukas Gaudernak choreografierten Walzer "Künstlerleben". Die Kostüme für die Compagnie sowie der Ballettakademie waren übrigens beim 61. Opernball erstmals eine eigene Kreationen aus einem Guss - und zwar von Christof Cremer. Zuvor bediente man sich am reichhaltigen Fundus.

Grande Dame Goldie Hawn absolvierte ersten Opernballauftritt souverän

Zum ersten Mal dirigierte mit der Italienerin Speranza Scappucci eine Frau das Wiener Staatsopernorchester. Nach der weltberühmten Ouvertüre zu "Carmen" von Georges Bizet kam das absolute Highlight des Abends. Der stimmgewaltige Startenor Jonas Kaufmann schmetterte "La fleur que tu m' avais jetee" aus "Carmen" sowie "Dein ist mein ganzes Herz" aus "Das Land des Lächelns" von Franz Lehar durch den Ballsaal. Scappucci und Kaufmann ernteten tosenden Applaus.

Die 144 Debütanten hatten heuer unter der Leitung von Ballprofi Roman Svabek die "sehr liebliche und beschwingte" Polka "Künstler-Gruss" von Josef Strauß einstudiert. Dabei bildeten die Debütanten kleine Rosen-Formierungen. Am Ende überreichten die Herren den Damen schließlich in Anspielung auf die Oper "Der Rosenkavalier" die silberne Rose. Mit "An der schönen blauen Donau" von Johann Strauß Sohn schlossen die Debütanten ihren Auftritt ab. Nach einem gemeinsamen "Alles Walzer" war das Parkett schließlich auch für das Publikum freigegeben.

Opernball: Die Stars am roten Teppich

Er liebt die Aufmerksamkeit und lässt sich diese auch etwas kosten: Richard "Mörtl" Lugner.

Sein diesjähriger Stargast ist die Hollywood-Schauspielerin Goldie Hawn.

Geigerin Lidia Baich auf der Feststiege

Stammgast auf dem Opernball: Harald Serafin mit seiner Gattin Ingeborg

Moderatorin und Gabalier-"Strohwitwe" Silvia Schneider

Skilegende Karl Schranz trägt entweder einen Orden oder einer Medaille.

Maler Gottfried Helnwein ließ sich am roten Teppich kein Wort entlocken. Dafür trug er ein Pentagramm auf der Haube.

Anna Netrebko mit ihrem Mann Yusif Eyvazov (links) und Tenor Jonas Kaufmann

Schwanger auf dem Opernball: Lena Hoschek

Die vormalige österreichische Song-Contest-Teilnehmerin Zoe Straub und ihr Nachfolger Nathan Trent

Jonas Kaufmann und Christiane Lutz

Tänzerin Maria Yakovleva

Für den ORF vor Ort: Alfons Haider und Miriam Weichselbraun

Die Gastgeber: Staatsoperndirektor Dominique Meyer und Organisatorin Maria Großbauer

Life Ball-Papa Gery Keszler

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Dschungel-Gurken unter sich: Florian Wess mit Gina-Lisa Lohfink

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Cathy Lugner und Helmut Werner

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Am Ball nahmen zahlreiche Prominente teil. Richard Lugner kam mit Schauspielerin Goldie Hawn über den Seiteneingang. Für ihn war es "der schönste Opernball" überhaupt. Die Dschungelcamper Gina-Lisa Lohfink und Florian Wess freuten sich vor allem auf kulinarische Genüsse. Nach Truthahnhoden, Kamellippe und Maden im australischen Busch wollten sie am Ball Schnecken kosten, die es heuer erstmals gibt. "Ich bin froh, hier zu sein, aber ich war auch froh, im Dschungel zu sein", sagte Lohfink am Roten Teppich.

"Eat the Rich"

Erstmals seit Jahren hat es am Donnerstagabend auch wieder eine Gegendemonstration zum Opernball gegeben. Mehrere hundert Teilnehmer hatten sich am Abend in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus versammelt und zogen Richtung Innenstadt. Sie blieben der Oper aber wie geplant fern, die Schlusskundgebung fand beim Museumsquartier statt. Der Protest stand unter dem Motto "Eat the rich! Kaviar für euch, Krise für uns".

Opernball-Demo: Kaviar contra Krise

Am Donnerstag kurz vor 19.00 Uhr hat die Gegendemo zum Opernball begonnen. Mehrere hundert Teilnehmer hatten sich in der Johnstraße in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus versammelt und zogen Richtung Innenstadt.

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Es ist das erste Mal seit Jahren, dass der Opernball wieder von einer Gegendemo begleitet wird. Der Protest fand unter dem Motto "Eat the rich! Kaviar für euch, Krise für uns" statt.

 

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Aufgerufen hatte dazu die Kommunistische Jugend Österreichs (KJÖ) und der Kommunistische Studentenverband (KSV).

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Laut Polizeisprecher Paul Eidenberger nahmen maximal 250 Personen am Demozug teil, David Lang, Bundesvorsitzender der KJÖ sprach wiederum von 500 Teilnehmern.

 

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Das kapitalistische System habe eine Welt geschaffen, in der die acht reichsten soviel besitzen wie die ärmsten 50 Prozent, hieß es bei der Auftaktkundgebung.

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Auch Österreich sei keine Insel der Seligen, meinten die Demonstranten.

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Aufgerufen hatte dazu die Kommunistische Jugend Österreichs (KJÖ) und der Kommunistische Studentenverband (KSV). Laut Polizeisprecher Paul Eidenberger nahmen maximal 250 Personen am Demozug teil. David Lang, Bundesvorsitzender der KJÖ, sprach wiederum von 500 Teilnehmern. Die Kundgebung verlief friedlich und war kurz nach 21.00 Uhr bereits eine Stunde vor der offiziellen Opernballeröffnung beendet. Bei der Demonstration wurden drei bengalische Fackeln abgebrannt, dazu kamen einzelne Anzeigen wegen Verwaltungsübertretungen, bilanzierte Eidenberger.

Kommentare (2)

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walter5657
5
0
Lesenswert?

Ein einziger Haufen

von Selbstdarstellern und Möchtegernpromis...

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Ichweissetwas
0
4
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Zauberhaft wie immer Weichselbraun und Lena Hoschek,

der Ex-LH Pröll schaut einfach nur schrecklich schei.... aus!

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