Am Sonntag ÖVP-Neuausrichtung als riesiger Quotenbringer für den ORF

Selten war das Interesse an den Informationssendung des ORF an einem Sonntag so groß - von der "Pressestunde" bis "Im Zentrum". Beide Sendungen fuhren Rekordquoten ein. Der Ausstieg der Zeit im Bild aus der Pressekonferenz von Sebastian Kurz war nachvollziehbar.

Rekordwert für "Im Zentrum" seit dem Sendungsstart 2007 © ORF
 

Nicht nur der Muttertag kennzeichnete den Sonntag, online und im Fernsehen sorgte die Neuaufstellung der ÖVP den gesamten Tag für gesteigertes Interesse der Bevölkerung. Die Neugier war bereits am Vormittag über die Maßen hoch, denn die sogar "Pressestunde" hatte doppelt so viele Zuseher wie gewöhnlich. Zu Gast war zwar SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern, aber natürlich waren die Turbulenzen des Koalitionspartners Hauptthema. Fast 200.000 Österreicher schalteten die "Pressestunde" ein. Der Marktanteil kletterte auf 28. Prozent. Seit 2010 hatte keine Ausgabe (am regulären Sendeplatz) eine bessere Quote.

Rund um 19 Uhr wurde publik, dass Außenminister Sebastian Kurz eine Pressekonferenz geben werde und selbige auf ORF III übertragen wird. Allerdings wollte die nicht und nicht beginnen - stattdessen lief auf dem Kultursender - wie im Programmplan vorgesehen - die Dokumentation "Plácido Domingo - Meine größten Rollen". Ergo harrte das Publikum der Zeit im Bild in ORF 2 und 1,2 Millionen waren um 19.30 Uhr im Schnitt dabei. Dass der ORF in der ZiB schließlich aus der laufenden Pressekonferenz von Sebastian Kurz schließlich ausstieg und selbige weiter auf ORF III live gezeigt wurde, sorgte zwar bei manchem Zuseher für Verwunderung und bei VP-Sympathisanten für Ärger, war aber nachvollziehbar: Eine der wichtigsten Nachrichtensendungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist nicht die Fläche, für eine monothematische PK einer Partei. Dafür gibt es den Spartensender ORF III und die TVthek - und das auch nur im Bedarfsfall.

Diszipliniertes "Im Zentrum" mit 739.000 Zuschauern

Ungebrochen hoch blieb das politische Interesse der Zuseher auch zur späteren Stunde: Die ZiB um 21.50 Uhr verfolgten im Schnitt 746.000, die Diskussion bei "Im Zentrum" anschließend 739.000 - das ist ein Rekordwert seit dem Sendungsstart 2007. Zum Vergleich: Vor einer Woche kam der Talk auf 462.000. Die Sendung zeichnete sich diesmal aber auch durch große Gesprächsdisziplin aus. Zu Gast waren allerdings auch keine politischen Kontrahenten sondern Elisabeth Köstinger und Bernhard Görg (beide ÖVP), Christine Bauer-Jelinek (Wirtschaftscoach und Machtanalytikerin), Politikwissenschafter Peter Filzmaier sowie Andreas Koller von den "Salzburger Nachrichten". Unter ihnen entstand ein substanzieller, fairer und vor allem interessanter Talk.

Montagvormittag übertrug ORF III übrigens die Pressekonferenzen von FPÖ und den Grünen anlässlich der innenpolitischen Entwicklungen live.

Kommentare (1)

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Hohenwanger
10
3
Lesenswert?

Die vielen ÖVP die bei Kurz nicht sein wollen.

Die Schwarzen gehören verboten.
Der Reichtum ist dazu da, dass die Armut abgeschafft wird.
Die Zukunft ist n icht vorhersehbar, aber sie ist erfindbar.
Kurz ist aber ein Dolfuß.

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