Sie leiten nun fast seit sechs Monaten das Musil-Institut. Wie haben Sie sich eingelebt?
ANKE BOSSE: Sehr gut, weil ich eigentlich schon lange hier lebe. Ich habe ja 1998 meinen Mann, den Kärntner Architekten Dietmar Kaden, kennengelernt. Übrigens im belgischen Namur. Dort hatte ich einen Lehrstuhl und habe eine von Bernd Liepold-Mosser konzipierte Handke-Wanderausstellung eingeladen, für die Dietmar den Aufbau gemacht hat. Damals hat es gefunkt, und so bin ich seit 1998 zwischen Namur und Klagenfurt gependelt und kenne seither die Kärntner Literatur- und Kulturszene. Das hilft mir jetzt sehr, denn es gibt nicht diesen Fallschirmspringer-Effekt: ankommen, niemanden kennen, alles ist neu.