Kärnten internNeos laufen in Kärnten die Gemeinderäte davon

Villacher Gemeinderat Bernd Stechauner ist aus den Neos ausgetreten und will inhaltlich mit ÖVP zusammenarbeiten. In Wolfsberg hat die Liste Heinz Hochegger ihre Zusammenarbeit mit den Pinken beendet.

Es war einmal: Jandl (Mitte) und Stechauner (Zweiter von rechts) sind schon weg, Hochegger könnte folgen. © Jannach
 

Sieben Gemeinderäte hatten die Neos in Kärnten nach der Gemeinderatswahl im März 2015. Seit Mittwochabend sind es nur noch zwei sein. Zu Wochenbeginn hat sich der Villacher Gemeinderat Bernd Stechauner verabschiedet. „Neos hat meine Erwartungen urbaner und wertschätzender Politik nicht erfüllt, daher bin ich ausgetreten“, so Stechauner. Er strebe eine „tiefe inhaltliche Zusammenarbeit mit der ÖVP“ an, sagt Stechauner. „Das zeigt, dass der erfolgreiche Weg unseres Stadtrates Peter Weidinger über Parteigrenzen hinweg unterstützt wird“, sagt Christian Pober, Klubobmann der ÖVP Villach. Stechauner hat bei der Landtagswahl 2013 für die ÖVP kandidiert.

Schlimmeres droht Neos in Wolfsberg: Dort stellen sie drei Gemeinderäte, nachdem sie 2015 gemeinsam mit der Liste Heinz Hochegger angetreten sind. „Die Unzufriedenheit mit der Neos-Spitze ist groß“, sagt Hochegger. Wie Stechauner kritisiert der einstige Wolfsberger FPÖ-Vizebürgermeister Hochegger den Umgang mit Klaus-Jürgen Jandl: Der Ex-Landessprecher und Klagenfurter Gemeinderat war 2016 von den Neos ausgeschlossen worden.

Neos-Landessprecher Hermann Bärntatz will Gerüchte um die Wolfsberger Gemeinderäte nicht kommentieren, bedauert aber Stechauners Entschluss: „Um jeden, der aus unserer Bewegung ausscheidet, tut es uns leid. Jeder Gemeinderat hat aber ein freies Mandat, seine Entscheidung ist zu respektieren.“

Neos-Chef Strolz informiert

Am Mittwochabend haben die Wolfsberger Gemeinderäte ihrer Ankündigung Taten folgen lassen. In der Fraktionssitzung haben sie einstimmig beschlossen, die Zusammenarbeit mit den Neos zu beenden. Man werde künftig wieder als Liste Heinz Hochegger auftreten, sagt ihr Namensgeber. "Ich habe auch Neos-Vorsitzenden Matthias Strolz über unsere Entscheidung informiert. Er hat sie bedauert", sagt Hochegger. Aber besser ein Ende mit Schmerzen, als Schmerzen ohne Ende, so Hocheggers Fazit.

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