SteiermarkÖkologie trifft auf Straße und Schiene

Bei Infrastrukturprojekten braucht es projektbegleitende Maßnahmen für den Umwelt-, Klima- und Artenschutz.

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In der Steiermark umfasst das Straßennetz laut Zahlen des Landes Steiermark rund 18.500 Kilometer Gemeindestraßen, 5000 Kilometer Landesstraßen, 2400 Kilometer Landesradrouten, knapp 300 Kilometer Autobahnen und rund 160 Kilometer Schnellstraßen © KK
 

Infrastrukturprojekte sind immer auch ein Eingriff in die Natur und ihre Ökosysteme. Damit diese so schonend wie möglich bleiben und mit Mobilität und Umwelt in Einklang gebracht werden können, müssen zahlreiche ökologische Begleitmaßnahmen durchgeführt werden.

Im Bereich des Wasserschutzes geht es beispielsweise darum, sowohl Wasserqualität als auch - quantität zu gewährleisten. So wird darauf geachtet, dass der Reifenabrieb oder das Streusalz im Winter nicht ungereinigt in Bäche und Flüsse rinnt. „Dazu müssen Gewässer-schutzanlagen geplant werden.

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Thomas Eichholzer, Vorsitzender Sektion Zivilingenieure © KK
Aber auch Lärmschutz, Aufforstung oder die Vernetzung von Lebensräumen sind wichtigeThemen. Es geht darum, schützenswerte Gebiete zu bewahren oder neue Lebensräume zu schaffen“, erklärt Gustav Spener, der Präsident der Ziviltechnikerkammer für Steiermark
und Kärnten.

Zu unseren Aufgaben gehört es, negative Umweltauswirkungen, die Bauten im Verkehrsbereich leider mit sich bringen können, so gut wie möglich zu vermeiden.

Gustav Spener, Präsident der ZT-Kammer
Zu den Aufgaben seines Berufsstandes gehöre es, negative Umweltauswirkungen, die Bauten im Bereich des Verkehrs leider auch mit sich bringen könnten, so gut wie möglich zu vermeiden. Die Komplexität von Großprojekten im Straßenbau aber auch bei der Erweiterung des Schienennetzes der Bahn nehme ständig zu. Unter anderem deshalb brauche es projektbegleitende Aktivitäten für den Umwelt-, Klima- und Artenschutz.

Expertenwissen: Alle Betroffenen rechtzeitig einbinden

Bei großen Infrastrukturprojekten, wie denen von Straßen, Brücken, Tunnel oder Schienen müssen die besten Lösungen für ein menschen- und umweltverträgliches Verkehrssystem gefunden werden.

Die Planung solcher komplexen Projekte erfordert einen hohen Grad an Interdisziplinarität. Neben den Bauherren und den ausführenden Unternehmen sind zahlreiche Planende wie Ziviltechnikerinnen und Ziviltechniker aus unterschiedlichen Fachgebieten beteiligt.

Aus den Bereichen Geologie, Vermessung, Straßenplanung, Bauingenieurwesen, Tragwerksplanung, Landschaftsplanung, Architektur, Ökologie und noch viele andere müssen Expertinnen und Experten engstens aufeinander abgestimmt zusammenarbeiten, damit Bauvorhaben termingerecht, auflagenkonform und möglichst ressourcenschonend abgewickelt werden.

Dabei ist es auch notwendig, alle Beteiligten möglichst früh an einen Tisch zu holen. Dazu zählen aber nicht nur die an der Planung und dem Bau unmittelbar beteiligen Personen - für die Akzeptanz eines Projektes ist es wichtig, alle Betroffene, wie auch die Anrainer rechtzeitig einzubinden. Partizipative Planungsverfahren, als Teil des Planungsprozesses, können sicherstellen, dass nicht über die Köpfe der Bürgerinnen und Bürger entschieden wird.

Generell, so Spener, sei einen „moderne Infrastruktur mit einem hochwertigen Straßenund Verkehrsnetz die Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg eines Landes“. Bereits bestehende Infrastrukturen müssen dabei ständig gewartet, verbessert oder modernisiert werden. Insbesondere bei Neubauten, aber auch bei Erweiterungen, sei es daher in Hinblick auf die Bewahrung umso wichtiger, dass für schützenswerte Gebiete und Arten die bestmögliche Lösung gefunden werde.

KK
Schutzmaßnahmen entlang der im Bau befindlichen Fürstenfelder Landesstraße: Wiesenbiotope entstehen, Pflanzen werden angesiedelt © KK

ZiviltechnikerInnen

ArchitektInnen und ZivilingenIeurinnen begleiten öffentliche und private Auftraggeberinnen verantwortungsvoll und mit höchster Qualität von der ersten Idee bis zum Projektabschluss in über 60 Fachbereichen.

Zu ihren Leistungen zählen:

• Infrastrukturplanung und architektonische
Gestaltung
• Landschaftsplanung und ökologische
Begleitmaßnahmen
• Ausschreibungen und örtliche Bauaufsicht
• Planungs- und Baustellenkoordination,
Vermessungen und Bestandsaufnahmen

Kostenlose Beratung:
ZT-Helpline Steiermark: +43 (0)316 826 344 - 0
ZT-Helpline Kärnten: +43 (0)463 511 205

Online:
www.ztkammer.at
office@ztkammer.at

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