AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

WOHNPORTRÄTVon der Seele eines Heims

Behutsam, aber zugleich detailversessen, revitalisierte ein Grazer Bauherr seine Altbauwohnung. Und bugsierte sie sanft ins 21. Jahrhundert.

Revitalisierter Altbau, Büro
Perfektes Paar: Violette Heizkörper und der Rokoko-Schreibtisch © OLIVER WOLF
 

Wo beginnt man, wenn es darum geht, eine klassische Altbauwohnung zeitgemäß zu gestalten? Bei den Böden? Oder den Fenstern? Nein, bei den Heizkörpern. „Im Arbeitszimmer war der Gedanke der violetten Heizkörper zuerst, die Wandfarbe und den Rest der Einrichtung habe ich dann daran ausgerichtet“, erzählt der Bauherr. Die Wände der Altbauwohnung in Graz-Geidorf erstrahlen nun in Kontrast zu den Heizkörpern.

Der Altbau ist ein Familienerbstück, bewohnt wurde es zuvor von den Großeltern des Bauherrn. Behutsam und detailversessen im besten Sinne hat er die betagten Räumlichkeiten ins 21. Jahrhundert bugsiert. „Ich wollte keine Wohnung mit ausschließlich Neuem darin“, erklärt der Design-Liebhaber. „Alte Möbel sorgen für ein besonderes Wohnklima.“ Doch in einem Museum zu leben war ebenfalls nicht seine Sache. Eine offenes, luftig-leichtes und auch buntes Heim war das Ziel. „Aber der Geist, die Seele der Wohnung sollte erhalten bleiben.“

So wurden einige Wände und auch Türen entfernt. In jedem Raum trifft Altes auf Neues, immer ist es eine gekonnte Mischung. So bekam im Esszimmer die ehemalige Bibliothek aus Eichenholz einen neuen schwarzen Anstrich, die Bücher wurden gegen Geschirr getauscht. Dem altehrwürdigen Stück gegenüber stehen jetzt die transparenten Louis-Ghost-Stühle, die Philippe Starck für Kartell entworfen hat. Selbes gilt für Kunstwerke: klassische Gemälde hängen neben modernen Zeichnungen. Oder Skulpturen des deutschen Bildhauers Wieland Förster.

+

Homestory: Revitalisierung einer Altbauwohnung

In Graz-Geidorf hat es sich der Bauherr zum Ziel gesetzt, die Altbauwohnung, die einst seine Großeltern bewohnt haben, neu zu gestalten. „Alt und neu“ ist das Motto, welches der Modernisierung zu Grunde liegt. Man kann es in jedem einzelnen Raum entdecken.

OLIVER WOLF

Im Salon hat der Hausherr, nicht der Bauherr Platz genommen. Dahinter im Bild: Das Arbeitszimmer mit der "Artichoke"-Lampe von Poul Henningsen.

OLIVER WOLF

Warme Rottöne sorgen im Wohnzimmer für Gemütlichkeit, Licht spendet die Leuchte MCC-R6 von Serge Mouille.

OLIVER WOLF

Ein Museum zu errichten, war die Sache des Bauherren nicht. Eine offenes, luftig-leichtes und auch buntes Heim war das Ziel. „Aber der Geist, die Seele der Wohnung sollte erhalten bleiben.“

OLIVER WOLF

Modern ist auch der Sound: In jedem Raum – auch im Badezimmer – stehen Lautsprecher von Bang & Olufsen, die Anlage wird per Smartphone-App gesteuert. „Wenn ich das Handy mit mir nehme, folgt mir die Musik in jeden Raum.“

OLIVER WOLF

Im Esszimmer bekam die ehemalige Bibliothek aus Eichenholz einen neuen schwarzen Anstrich, die Bücher wurden gegen Geschirr getauscht. Dem altehrwürdigen Stück gegenüber stehen jetzt die transparenten Louis-Ghost-Stühle, die Philippe Starck für Kartell entworfen hat.

OLIVER WOLF

Nach drei Jahren Planung und rund zehn Monaten Umbau fehlen noch einige Kleinigkeiten. Doch ein Lieblingsraum hat sich dennoch bereits herauskristallisiert: das Arbeitszimmer. Auch weil dort das Lieblingsstück des Hausherren beheimatet ist: der Rokoko-Schreibtisch.

OLIVER WOLF

Ausgangspunkt für die Neugestaltung der Wohnung waren die Heizkörper. „Im Arbeitszimmer war der Gedanke der violetten Heizkörper zuerst, die Wandfarbe und den Rest der Einrichtung habe ich dann daran ausgerichtet“, erzählt der Bauherr. 

OLIVER WOLF

Vollendete Geometrie in Gold und Schwarz in der Küche. Die Arbeitsoberfläche ist Keramik.

OLIVER WOLF

 Mit viel Liebe zum Detail ging der Bauherr zu Werke.

OLIVER WOLF

Neu im Schlafzimmer ist der Bett-Klassiker von Hästens.

OLIVER WOLF
1/11

Modern ist auch der Sound: In jedem Raum – auch im Badezimmer – steht eine Audio-Anlage mit Lautsprechern von Bang & Olufsen, die per Smartphone-App gesteuert wird. „Wenn ich das Handy mit mir nehme, folgt mir die Musik in jeden Raum.“

Die Planung des Umbaus dauerte rund drei Jahre, bevor es heuer im Februar losging. Wie viel er in sein Domizil investiert hat, bleibt Geheimnis des Bauherrn. Hingegen nicht verborgen geblieben ist, dass elf Tonnen Marmor verbauen wurden. Von einem besonderen Stein: Adneter Marmor, der sonst vor allem für staatliche Aufträge verwendet wird. So zum Beispiel für die Säulenhalle des österreichischen Parlamentes. Diesen kaufen zu dürfen, war nicht ganz einfach. „Schlussendlich bin ich einfach nach Oberalm gefahren und habe den Herren überzeugt, mir etwas zu verkaufen“, so der Bauherr.

Noch fehlen Kleinigkeiten, Eingewohnt ist der neue Altbau noch nicht. Ein Lieblingsraum hat sich dennoch bereits herauskristallisiert: das Arbeitszimmer. Auch weil dort das Lieblingsstück des Hausherren beheimatet ist: der Rokoko-Schreibtisch. Als ob er immer schon dort gestanden hätte, fügt er sich in das Bild mit den violetten Heizkörpern ein.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass zu diesem Artikel keine Kommentare erstellt werden können.

Forenregeln lesen