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GartentippSo schützt man Igel im eigenen Garten

Der Igel ist der erklärte Liebling vieler Gärtner, weil er unliebsame Gäste wie Schnecken dezimiert. Weil ihm aber ein natürlicher Fluchtreflex fehlt, lebt das stachelige Tier gefährlich. Fünf Tipps, wie man es schützt.

Stacheliger Gast im Garten: Igel haben 6000 bis 8000 Stacheln, die in die Rückenhaut eingebettet sind © FOTOLIA
 

Tagsüber mähen. Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv. Dadurch steigt die Gefahr, wenn man abends oder in der Nacht den Rasen mäht – egal ob manuell oder mit einem Rasenroboter. Vor der Mahd von hohem Gras vorweg die zu mähenden Flächen sichten, ob die Igel gerade aktiv sind.

Ein Plätzchen im Garten. Ein „wildes Eck“ hilft Igeln bei der Suche nach Nahrung und bietet Nistmaterial oder einen Schlafplatz. Als Bewohner reichstrukturierter und kleinräumiger Landschaften sind nahrungsreiche Hecken oder Blumenwiesen, Gebüsche mit dichtem Unterwuchs, aber auch offene Flächen in naturnahen Gärten, Bäche und Waldränder für Igel lebensnotwendig.

Keine Schranken. Igel können nicht klettern. Deshalb stellen Betoneinfassungen für sie eine unüberwindbare Barriere auf ihrem, Weg von Garten zu Garten dar. Niedrige Maschendrahtzäune bergen die Gefahr, dass die stacheligen Tiere stecken bleiben.

Pestizide vermeiden. Chemisch-synthetischen Pestizide wie Schneckengift wirken sich negativ auf den Igelbestand aus, weil sich die Giftstoffe sich in der Nahrungskette anreichern.

Nicht immer füttern. Nur in der nahrungsarmen Zeit im Frühling, wenn die Tiere ausgehungert sind und der Boden noch gefroren ist, und im Herbst kann es hilfreich sein, den Tieren Futter anzubieten. Ausreichend ist ein flaches Schälchen im Garten mit einer Mischung aus Katzenfutter, Igeltrockenfutter und Weizenkleie oder Haferflocken. Ein weit verbreiteter Irrglaube: Geben Sie dem Igel keine Milch – sie haben eine Laktoseintoleranz.

So leben Igel

Igel erwachen in unseren Bereitengraden zirka im April aus dem Winterschlaf. Nachdem die Futterreserven aufgefüllt sich, beginnt die Paarungszeit, welche bis zirka Ende August andauert.
Nach etwa 35 Tagen Tragzeit kommen vier bis sieben Jungigel zur Welt. Diese sind bei der Geburt 12 bis 25 Gramm schwer, rund sechs Zentimeter lang und haben schon Stacheln, allerdings sind sie von einer weichen Haut überzogen.
Erwachsene Igel haben 6000 bis 8000 Stacheln, die in die Rückenhaut eingebettet sind. „Die Igel-Mütter sind in dieser Zeit besonders aktiv, um Nahrung für ihre Jungtiere zu sammeln. Unfälle durch Autos oder Rasenmäher sind daher zu erklären, dass Igel keinen Fluchtinstinkt haben, sondern sich bei lauernder Gefahren einziehen. Aus diesem Verhalten entspringt in unserem Sprachgebrauch der Begriff ,Einigeln‘“, weiß Katja Batakovic von „Natur im Garten“. Mit sechs Wochen sind die Jungen dann auf sich alleine gestellt und entdecken die Gartenwelt für sich.

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