AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Harmonie, erste Reihe rußfrei

Feuer und Flamme für Kamine? Wärme, Licht, Geborgenheit, Behaglichkeit und vieles mehr ist in unserer Wahrnehmung im Feuer vereint. Naheliegend, dass man sich Kamin und Ofen in den Wohnraum holt.

Flammen statt Flimmerkiste: Das behagliche Knistern im Kamin sorgt u. a. für durchwegs entspannte Stunden im eigenen Reich © holub3dmax - Fotolia (Andriy Holubets)
 

Was haben Sie lieber? Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit oder Harmonie und Design beim Wohnen? Die gute Nachricht: Wenn es nach den Hafnern und Meistern ihres Faches geht, muss man sich hier nicht entscheiden. Wer sich von Fachkräften eingehend beraten lässt, kommt sowohl in Neubauten als auch bei bestehenden Altanlagen dem Traum vom Ofen, der Umwelt- und Gemütlichkeitsfaktoren unter einen Hut bringt, näher.

Stand der Technik

Ja, Kachelöfen können einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der CO2-Bilanz bieten und somit auch die Feinstaubwerte senken – sofern die Anlagen gut
ausgeführt sind und dem Stand der Technik entsprechen, die sich wiederum ständig weiterentwickelt. Etwa bei erhöhten Feinstaubwerten und einem Heizverbot an „Feinstaubtagen“, wie es mancherorts gilt, sind Speicheröfen (wie auch der Kachelofen) ausgenommen. Wer mit Holz heizt, verhält sich auch gegenüber der Umwelt sozusagen korrekt. Buche oder Eiche stehen dabei ganz hoch im Kurs, und da sie hierzulande beheimatet sind, fallen darüber hinaus lange Transportwege weg. Bäume sind auch im weitesten Sinne „neutral“, denn: Genau die Menge an Kohlendioxid, die ein Baum zu Lebzeiten der Luft entzieht, setzt er beim Verrotten (also auch beim Verbrennen im Ofen) wieder frei.

Seit jeher war der Kachelofen untrennbar mit der Kultur des Wohnens verbunden. Auch wenn der Speicherofen heute oft ein modernes Gesicht trägt, steckt natürlich ein äußerst anspruchsvolles Innenleben mit überragender Technik dahinter.

Tradition mit Köpfchen

Der Ofen gilt als Magnet der gesellschaftlichen Gemütlichkeit. Ein gutes Exemplar bietet natürliches Raumklima – und den richtigen Aufputz für den jeweiligen Wohnstil. Neueste Modelle überzeugen mit schlichter Optik – denn man weiß ja: Die Wirkung des Schönen liegt oft im Geheimnis des Einfachen verborgen. Was gibt es Schöneres als in der Übergangszeit, wenn es noch zu warm fürs wirkliche Heizen ist, aber doch zu frisch, um es wirklich behaglich zu haben, das Holz im Ofen knistern zu hören?

Wie man heizen soll

Qualität. Effizient und umweltfreundlich heizen lässt es sich nur mit Holz von bester Qualität. Es gilt, auf gut trockenes Holz zu setzen, weil es laut Experten nur höchstens 20 Prozent Feuchtigkeit enthält und darüber hinaus doppelt so viel Energie liefern kann wie frisch geschnittenes.
Hartholz. Eiche, Buche, aber auch Esche oder Ahorn zählen zum Hartholz. Aufgrund des höheren Energiewerts wird es für das Heizen im Winter empfohlen.

 

Die heißesten Modelle für den Herbst

FARBEN. Stimmt schon, Kachel- oder Kaminöfen kauft man sich nicht alle paar Jahre neu, aber wenn man sich ein neues Gerät anschafft, darf es
durchaus trendig sein. Zwar sind nach wie vor dunkle Farben wie Schwarz und Anthrazit am beliebtesten – durchaus aus praktischen Gründen. Zunehmend aber wird auch gerne zu helleren Braun-, Beige- und Grautönen gegriffen. Absolut im Trend derzeit: die Edelvariante in Kupfer. Aber auch wer es farbenfroher mag, wird am Markt fündig: von Grün und Gelb bis zu Koralle reicht die Farbpalette. Wichtig ist, dass sich der Ofen harmonisch in den Stil der übrigen Einrichtung einfügt.
FORMEN. Weniger ist mehr, so der Trend in Sachen Form und Design. Weniger verspielt, dafür eine klare Linienführung zeichnen die Öfen von
heute aus. Der verputzte Kachelofen mit großer massiver Bank ist noch immer die beliebteste Variante. Nach einer eher kantigen Form in den letzten Jahren findet man nun mehrheitlich kreisrunde Angebote in einer Höhe von etwa 1,50 Metern. Öfen werden nicht mehr in die Ecke gestellt, sondern sind zentrales Dekorationsstück und wirken oft wie Skulpturen im Raum. Aktuell sind schlanke und hohe Öfen weit verbreitet, aber auch quadratische und rechteckige Formen, die sich gleichförmig in das Mobiliar integrieren lassen.
FUNKTIONEN. Auch in der Funktionalität tut sich einiges. Dickere und stärker beschichtete Sichtfenster sorgen dafür, dass nicht zu viel Wärme nach außen abgegeben wird. Das hilft, besonders in gut gedämmten Häusern saunaähnliche Temperaturen zu vermeiden. Der Großteil der Öfen wird noch mit Scheitholz befeuert. Werden Kaminöfen als Zusatzheizung betrieben, lassen sich neue, so genannte wasserführende Modelle mit der Heizung kombinieren – idealerweise mit einer Solarthermieanlage. Praktisch die Bedienbarkeit mittels App und Handy auch von unterwegs.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.