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EUROPAS BESTE BAUTEN MIES-VAN-DER-ROHE-AWARD 2017

Was sind die besten europäischen Architekturprojekte? Nach dem jahrelangen Museumsboom gingen die Hauptgewinne beim Mies-van-der-Rohe-Award 2017 zum ersten Mal an zwei Wohnbauten. Eine Ausstellung im Architekturzentrum Wien präsentiert die Sieger und die besten eingereichten Bauten.

Alle zwei Jahre stellt die Ausstellung „Europas beste Bauten“ herausragende Architekturprojekte aus Europa in den Mittelpunkt und avancierte damit zum Publikumsmagnet. Es werden Projekte ausgezeichnet, deren visionärer Charakter als Orientierung, wenn nicht gar als Manifest für die Entwicklung zeitgenössischer Architektur dient. Der diesjährige Preis und die Ausstellung überzeugen mit zwei wegweisenden Siegerprojekten aus dem Bereich Wohnbau: Das Foto zeigt DeFlat Kleiburg in Amsterdam von NL architects gemeinsam mit XVW Architectuur. Der Wohnblock aus den 1960er-Jahren konnte vor dem Abriss gerettet werden und erfuhr eine beispielgebende Sanierung. 

(c) Marcel van der Burg/primabeeld

Als bestes Nachwuchsprojekt wurde ein sozialer Wohnbau der Büros MSA und V+ in Brüssel prämiert: Der als Navez titulierte Bau umfasst fünf Sozialwohnungen für kinderreiche und einkommensschwächere Familien, der sich in erster Linie durch räumliche Großzügigkeit, aber auch die Signalwirkung des Gebäudes für das gesamte Viertel auszeichnen. AzW-Direktorin Angelika Fitz versteht die Preise für beide Projekte jedenfalls als "klares Zeichen für eine Reorientierung der Architektur in Richtung einer gebauten Verteilungsgerechtigkeit und des Haushaltens mit Ressourcen", wie sie in den Presseunterlagen zur Schau zitiert wird.

Serge Brison

Kannikegården, Ribe, DK. Ein Projekt von Lundgaard & Tranberg Architects.

Anders Sune Berg

Rivesaltes Memorial Museum, FR - ein Projekt von Rudy Ricciotti.

 

(c) Frédéric Hédelin

Ely Court, London, UK, -  von Alison Brooks Architects.

Paul Riddle

Insgesamt wurden 355 Projekte aus 36 europäischen Ländern für den Preis eingereicht und von einer Jury auf eine Shortlist von 40 Bauten reduziert. Diese sind alle in der von Ivan Blasi und Anna Sala Giralt kuratierten Ausstellung im Architekturzentrum Wien zu sehen. Ergänzt werden sie durch jene 18 Vorhaben, die federführend von heimischen Büros umgesetzt wurden oder österreichische Beteiligung aufweisen. Zu sehen sind die Exponate bis zum 22. Oktober, wobei es am 12. September einen Vortrag zum Gewinnerprojekt aus Brüssel und am 10. Oktober einen Besuch von NL Architects in Wien gibt. Weiters ist für den 13. Oktober ein Workshop geplant und gibt es an fünf Nachmittagen Führungen durch die Schau. www.azw.at

(c) AzW/Claudia Rohrauer (Claudia Rohrauer)
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